Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutschland und Israel starten gemeinsames Projekt zur effizienten Wasserbewirtschaftung in Äthiopien

17.06.2009
Bundesumweltministerium fördert Vorhaben mit 1,5 Millionen Euro

Die deutsch-israelische Vereinbarung zur Zusammenarbeit mit afrikanischen Ländern im Bereich Klimawandel und Wassermanagement nimmt konkrete Formen an: In der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba ist heute der Startschuss für ein Projekt im Bereich umweltfreundliche Wasserbewirtschaftung und effiziente Bewässerung gefallen.

Das Projekt wird vom Bundesumweltministerium aus der Internationalen Klimaschutzinitiative über drei Jahre mit insgesamt 1,5 Millionen Euro gefördert und von israelischer Seite kofinanziert.

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel: „Mit diesem Projekt leisten wir einen Beitrag, die Landwirtschaft in Äthiopien zu modernisieren und deren nachhaltigen Pfad auszubauen. Das fördert generell die wirtschaftliche Entwicklung des Landes, sichert die Existenz der bäuerlichen Betriebe und unterstützt die Anpassung an den Klimawandel. Mit diesem Projekt können Erfahrungen gesammelt werden, die der ländlichen Bevölkerung in ganz Äthiopien zugute kommen.“

Ziel des Projektes ist es, dass sich bäuerliche Betriebe an die Auswirkungen des Klimawandels anpassen können. Das soll durch eine verbesserte Wasserversorgung für Zwecke der Bewässerung und eine effizientere Bewässerung erreicht werden. In bis zu 16 ausgewählten Wassereinzugsgebieten sollen die zuständigen Verbände in die Lage versetzt werden, die verfügbaren Ressourcen an Wasser schonend einzusetzen und dauerhaft für die Bewässerung zu sichern. Vorgesehen sind Beratung und Hilfen von bis zu 320 bäuerlichen Betrieben bei der Erstellung von Bewirtschaftungsplänen, bei der Auswahl und Nutzung effizienter, den Standorten angepasster Bewässerungssysteme, bei der Finanzierung von Infrastrukturmaßnahmen und bei der Vermarktung der erzeugten Produkte. Zudem sollen das Potenzial untersucht und Konzepte erstellt werden, gereinigtes Abwasser zur Bewässerung wieder zu verwenden.

Das Projekt geht auf eine Vereinbarung zwischen Deutschland und Israel zurück, die im März 2008 von Bundesumweltminister Gabriel und der damaligen Außenministerin Livni unterzeichnet wurde. Gabriel: „Bei diesem Vorhaben ergänzen sich die vielfältigen deutschen Kenntnisse im Bereich des umweltschonenden Wassermanagements, das umfassende israelische Know how bei der Bewässerung und die Erfahrungen mit nachhaltiger Landwirtschaft in Entwicklungsländern in hervorragender Weise.“

Projektpartner sind auf deutscher Seite die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit sowie das äthiopische Ministerium für Landwirtschaft und Ländliche Entwicklung und das Zentrum für internationale Entwicklungszusammenarbeit des israelischen Außenministeriums (MASHAV).

Michael Schroeren | BMU-Pressereferat
Weitere Informationen:
http://www.bmu.de/presse

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer
20.10.2017 | Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg

nachricht Forscher untersuchen Pflanzenkohle als Basis für umweltfreundlichen Langzeitdünger
20.10.2017 | Eberhard Karls Universität Tübingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Salmonellen als Medikament gegen Tumore

HZI-Forscher entwickeln Bakterienstamm, der in der Krebstherapie eingesetzt werden kann

Salmonellen sind gefährliche Krankheitserreger, die über verdorbene Lebensmittel in den Körper gelangen und schwere Infektionen verursachen können. Jedoch ist...

Im Focus: Salmonella as a tumour medication

HZI researchers developed a bacterial strain that can be used in cancer therapy

Salmonellae are dangerous pathogens that enter the body via contaminated food and can cause severe infections. But these bacteria are also known to target...

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Konferenz IT-Security Community Xchange (IT-SECX) am 10. November 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Luftfracht

23.10.2017 | Veranstaltungen

Ehrung des Autors Herbert W. Franke mit dem Kurd-Laßwitz-Sonderpreis 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Magma sucht sich nach Flankenkollaps neue Wege

23.10.2017 | Geowissenschaften

Neues Sensorsystem sorgt für sichere Ernte

23.10.2017 | Informationstechnologie

Salmonellen als Medikament gegen Tumore

23.10.2017 | Biowissenschaften Chemie