Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutsche Spitzentechnik macht Fischzucht in Aquakulturen umweltfreundlicher

14.04.2009
Abwasserfreie Kreislaufanlagen durch Biomembranfilter

Eine neue Technik macht die Fischzucht in großen Fischfarmen – Aquakulturen – sehr viel umweltfreundlicher als bisher. Die natürlichen Fischbestände in den Meeren, Flüssen und Seen können dank einer modernen, in Deutschland entwickelten Membrananlage geschont werden.

Bei einem Unternehmensbesuch in Leipzig sagte heute die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium Astrid Klug: „Die Kooperation des international erfolgreichen Unternehmens Busse mit dem Umweltbundesamt und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt hat eine Vorbildfunktion. Die abwasserfreie Kreislauflaufanlage zur Fischproduktion unter wirtschaftlichen Bedingungen entlastet die Gewässer. Sie kann auch für wasserarme Gebiete interessant sein.“

Der Verzehr von Fisch nimmt weltweit zu. Um den Bedarf zu stillen, werden zukünftig immer mehr Fische in Aquakulturen gezüchtet. Mit dem neuen Verfahren erfolgt die Fischproduktion in Kreislaufanlagen. Das Wasser wird durch feinste Biomembranen filtriert, dabei werden auch Bakterien, Viren und Rückstände von Futterzusatzstoffen sowie Therapeutika entfernt. Einige deutsche Hersteller bieten die Membranfiltration europaweit und im asiatischen Raum bereits als Exporttechnik an.

Astrid Klug informierte sich über die modernen Membrananlagen bei Busse, einem Unternehmen, das in Kooperation mit dem Umweltbundesamt (UBA) und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) seit den 80er-Jahren intensive Anstrengungen unternommen hat, innovative, die Umwelt entlastende und Ressourcen schonende Techniken zu entwickeln. Die Kreislaufanlagen ermöglichen eine wirtschaftliche und umweltgerechte, dabei trotzdem intensive Fischproduktion. Das UBA initiierte und förderte die Entwicklung von Biomembranfiltern.

Mitte der 90er-Jahre stand die Technik grundsätzlich zur Verfügung. In einem Forschungsprojekt konnte das UBA in gemeinsamen Untersuchungen mit Busse nachweisen, dass ein abwasserfreier Betrieb von Kreislaufanlagen zur Fischproduktion mit Hilfe der Biomembran-Technik möglich ist. Die weiteren Arbeiten wurden bis zur Marktreife in einem Projekt der DBU entwickelt.

Michael Schroeren | BMU-Pressereferat
Weitere Informationen:
http://www.bmu.de/presse

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Müll in den Weltmeeren überall präsent: 1220 Arten betroffen
23.03.2017 | Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

nachricht Internationales Netzwerk bündelt experimentelle Forschung in europäischen Gewässern
21.03.2017 | Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise