Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

DBU für umweltgerechten Einsatz von Reinigungschemikalien bei Schiffen – Thema in Führerscheinausbildung?

26.11.2012
Sie schippern auf hoher See und sehen dabei gut aus: Sportschiffe werden immer beliebter.

Weniger schön ist das, was sie im Meer, in Flüssen und Seen zurücklassen: „Oft verwenden ihre Besitzer zu intensiv Reinigungsmittel – das belastet die Umwelt“, sagt Hermann Lohmann, Geschäftsführer von Hermann Lohmann Schiffs- und Industriebedarf aus Haren.

Damit sich das ändert, sollen Sportboot-Vereine, Hafenverwaltungen, Mietsbootverleihe und Charterbetriebe besser informiert, beraten und qualifiziert werden. „Ziel ist es, den Wert des Elements Wasser stärker in den Köpfen der Akteure zu verankern und ein ökologisches Reinigen von Schiffen auch in die Ausbildung und Prüfungen für Sport- und Motorbootführerscheine einfließen zu lassen“, so Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Die DBU för dert das Projekt mit 125.000 Euro.

85 Prozent weniger Chemie durch kleine Reinigungsflaschen

Das Projekt basiere auf einem ähnlichen DBU-Projekt und einer darauf aufbauenden Studie in der Binnenschifffahrt. Die habe ergeben, dass durch das Verwenden kleinerer Reinigungsflaschen bis zu 85 Prozent weniger Chemikalien verbraucht werden als beim Gebrauch größerer Behälter. „Die Erkenntnis, dass große Einsparpotenziale möglich sind, wollen wir nun für die Sportschifffahrt nutzen“, so Lohmann. „Zunächst besuchen wir mindestens 30 Besitzer von Sportbooten und erfassen die Rahmenbedingungen des Reinigens. Darauf abgestimmt sollen mindestens 200 Mehrweg-Reinigungsbehälter produziert und von den ausgewählten Personen erprobt werden.“

Umweltgerechtes Reinigen in Ausbildung für Bootsführerschein

Ebenso sollten Angebote für Beratungen, zum Informieren und Qualifizieren für Vereine, Hafenverwaltungen, Mietsbootverleihe und Charterbetriebe entwickelt und angewandt werden, fügt Lohmann hinzu. Dabei sollten zum Beispiel der Gewässerschutz, umweltschonendes Waschen sowie der Einsatz von modifizierten Mehrweg-Behältern thematisiert werden. Kinder und Jugendliche seien eine besonders wichtige Zielgruppe, für die spezifische Angebote erarbeitet würden. Ihnen solle anhand von Flyern, Broschüren und Veranstaltungsangeboten der Wert des Elementes Wasser verdeutlicht werden, betont DBU-Expertin Verena Exner.

Dazu gehöre auch das sorgsame Umgehen mit Reinigungsmitteln. „Das umweltgerechte und wirksame Reinigen von Schiffen soll auch in die Ausbildung und Prüfungen für Sport- und Motorbootführerscheine einfließen.“ Zusätzlich solle ein vorhandenes „Umweltmobil“ in Sporthäfen zur Beratung und Information auf Veranstaltungen wie Hafenfesten oder Regatten ein gesetzt werden. Geplant sei ebenso die Präsenz auf Boots-Messen.

Brickwedde: "Qualität der Gewässer erhalten und erhöhen"

„Nur wenn sowohl die Binnenschifffahrt als auch die Sportschifffahrt umweltgerechte, auf den Gewässerschutz ausgerichtete Reinigungspraktiken entwickeln, wird es gelingen, die Qualität der Gewässer zu erhalten und zu erhöhen“, sagt Brickwedde. „Durch die geplanten Beratungen werden Mitglieder von Vereinen und andere Interessierte erreicht, deren Umdenken viel bewirken kann.“ Das Zentrum für Wasser- und Umweltforschung der Universität Duisburg-Essen, der Deutsche Motoryachtverband aus Duisburg und die Motoryachtschule im Marinapark aus Walchum unterstützen das Projekt.

Ansprechpartner für Fragen zum Projekt (AZ 29319): Hermann Lohmann, Schiffs- und Industriebedarf e. K. Haren, Telefon 05932/73470, Telefax 05932/734730

| DBU-Presseabteilung
Weitere Informationen:
http://www.dbu.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Wie gefährlich ist Reifenabrieb?
19.02.2018 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Verbreitung von Fischeiern durch Wasservögel – nur ein Mythos?
19.02.2018 | Universität Basel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Im Focus: Developing reliable quantum computers

International research team makes important step on the path to solving certification problems

Quantum computers may one day solve algorithmic problems which even the biggest supercomputers today can’t manage. But how do you test a quantum computer to...

Im Focus: Innovation im Leichtbaubereich: Belastbares Sandwich aus Aramid und Carbon

Die Entwicklung von Leichtbaustrukturen ist eines der zentralen Zukunftsthemen unserer Gesellschaft. Besonders in der Luftfahrtindustrie und in anderen Transportbereichen sind Leichtbaustrukturen gefragt. Sie ermöglichen Energieeinsparungen und reduzieren den Ressourcenverbrauch bei Treibstoffen und Material. Zum Einsatz kommen dabei Verbundmaterialien in der so genannten Sandwich-Bauweise. Diese bestehen aus zwei dünnen, steifen und hochfesten Deckschichten mit einer dazwischen liegenden dicken, vergleichsweise leichten und weichen Mittelschicht, dem Sandwich-Kern.

Aramidpapier ist ein etabliertes Material für solche Sandwichkerne. Sein mechanisches Strukturversagen ist jedoch noch unzureichend erforscht: Bislang fehlten...

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

Tag der Seltenen Erkrankungen – Deutsche Leberstiftung informiert über seltene Lebererkrankungen

21.02.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Verlässliche Quantencomputer entwickeln

22.02.2018 | Informationstechnologie

Histologie in 3D: Neue Färbemethode ermöglicht Nano-CT-Aufnahmen von Gewebeproben

22.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Forscher entdecken neuen Signalweg zur Herzmuskelverdickung

22.02.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics