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DBU an "Nahtstelle von Ökologie und Ökonomie" großes Ansehen in Deutschland erworben

22.08.2008
Wulff würdigt Arbeit weltgrößter Umweltstiftung - Symposium zum 60. Geburtstag von Generalsekretär Brickwedde

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) habe in Sachen Umwelttechnologie immer auf die kleinen Unternehmen gesetzt, die dann Große geworden seien.

Sie habe sich an der "Nahtstelle von Ökologie und Ökonomie" großes Ansehen in Deutschland erworben und den ursprünglichen Gegensatz zwischen wirtschaftlichem und umweltbezogenen Denken "entscheidend verringert". Die Gründung der DBU sei ein "historischer Glücksfall" gewesen, die Wahl von Fritz Brickwedde zum Generalsekretär nicht minder. - Mit diesen Worten würdigte heute der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff die Bedeutung der Arbeit der DBU. Wulff war Festredner des hochkarätig und international besetzten Symposiums zum Thema "Innovationen für die Umwelt", das anlässlich des 60. Geburtstags von DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde im Zentrum für Umweltkommunikation der DBU in Osnabrück mit über 200 geladenen Gästen stattfand.

Mit ihrer Anwesenheit ehrten Brickwedde, der die DBU seit ihren Anfängen 1991 zu einer der größten Stiftungen Deutschlands und zur größten Umweltstiftung der Welt aufgebaut hat, neben Wulff unter anderem der Präsident des Parlaments der Europäischen Union, Prof. Dr. Hans-Gert Pöttering, der polnische Umweltminister Prof. Dr. Maciej Nowicki, der Vorsitzende des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages und das DBU-Kuratoriumsmitglied, Otto Fricke, der Bremer Umweltsenator Dr. Reinhard Loske, der ehemalige Direktor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, Prof. Dr. Klaus Töpfer, die Ehrenvorsitzende des Bundes für Umwelt- und Naturschutz Deutschland und das Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung, Dr. Angelika Zahrnt, der DBU-Kuratoriumsvorsitzende und Präsident des Deutschen Naturschutzringes, Hubert Weinzierl, und Osnabrücks Oberbürgermeister Boris Pistorius.

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In seinem Festvortrag griff Wulff das Thema des Symposiums "Innovationen für die Umwelt" auf und unterstrich die Bedeutung des Umweltschutzes. Der Ausbau der erneuerbaren Energien mithilfe des Technologievorsprungs deutscher Unternehmen sei zu einem immer wichtigeren Wirtschaftsfaktor geworden, ein Prozess, bei dem die DBU Vieles angeschoben und unterstützt habe. Die Bundesregierung - Wulff überbrachte auch die Glückwünsche von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel - und die Landesregierung seien stolz auf die Entscheidung, die Stiftung auf den Weg gebracht zu haben.

Zum Thema "Zusammenwachsen und Kooperation für ein nachhaltiges Europa" diskutierten während des Symposiums Pöttering und Nowicki, der auch DBU-Umweltpreisträger des Jahres 1996 ist. Rückblickend auf eine fast 30-jährige Mitgliedschaft im Europäischen Parlament führte Pöttering aus, dass es gerade auch im Umweltschutz im positiven Sinne einen "dramatischen Wandel" in Europa gegeben habe. Die Richtung stimme jedenfalls, auch wenn noch eine Menge Arbeit zu tun sei. Er habe in seinen politischen Anfangsjahren in Brüssel bestenfalls davon träumen können, an einem Tag wie diesem einmal mit einem polnischen Umweltminister in einem solchen Rahmen zu sprechen. Pöttering: "Die EU ist sicher kein Paradies. Aber dass das heute möglich ist, bleibt für mich das Wunder unserer Zeit."

Umweltminister Nowicki überbrachte im Namen seines Landes DBU-Generalsekretär Brickwedde als "einem großen Freund Polens" den "Dank für alles, was Du getan hast" und seine Glückwünsche. Polen habe im Umweltschutz große Fortschritte gemacht, auch wenn noch viel zu tun sei. 30 Milliarden Euro werde sein Land - unterstützt von der EU - in den kommenden sieben Jahren für den Umweltschutz aufbringen müssen. Gerade auch der Klimaschutz müsse vorangebracht werden. Bei der Klimaschutzkonferenz in Polen im Dezember dieses Jahres müssten nämlich Visionen für 2050 entwickelt werden. Die Kooperation zwischen der von ihm aus dem Preisgeld des Deutschen Umweltpreises der DBU gegründeten Nowicki-Stiftung, die jungen polnischen Spezialisten Stipendien in Deutschland ermöglicht, und der DBU bezeichnete er als beispielhaft für die Beziehungen zwischen Stiftungen und Menschen eines Landes. Nowicki: "Freundschaftliche Beziehungen - das ist es, was Europa braucht!"

Töpfer - DBU-Umweltpreisträger des Jahres 2002 - und Weinzierl zogen unter dem Blickwinkel "40 Jahre Umwelt- und Naturschutz" Bilanz und gingen dabei auch auf internationale Aspekte ein. Die aktuelle Situation und zukünftige Schwerpunkte im Umwelt- und Naturschutz erörterten Zahrnt, Fricke und Loske.

Außerdem wurden gelungene DBU-Förderprojekte vorgestellt, zum Beispiel das von Hermann Josef Schulte, dem Geschäftsführer der HJS Fahrzeugtechnik aus Menden und DBU-Umweltpreisträger des Jahres 2003: Lange bevor das Thema in der Öffentlichkeit diskutiert wurde, hatten Schulte und seine Mitarbeiter mit Unterstützung der DBU ein innovatives Dieselpartikelfiltersystem entwickelt. Es verringert den Ausstoß fester Schadstoffbestandteile um 95 Prozent und entlastet die Umwelt deutlich.

Franz-Georg Elpers | idw
Weitere Informationen:
http://www.dbu.de

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