Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Botschafter für den Storchenschutz / EuroNatur: "Europäisches Storchendorf 2011" liegt in der Türkei

23.05.2011
Am 29. Mai 2011 zeichnet EuroNatur das malerische Eskikaraagac in der Türkei als elftes Europäisches Storchendorf aus. Damit würdigt die Naturschutzstiftung den beispielhaften Einsatz des Dorfes für den Schutz der Weißstörche und der artenreichen Kulturlandschaft am Uluabat-See.

"Mit seinen Aktivitäten fördert das Dorf nicht nur die lokalen Brutbestände, sondern schützt auch die in Deutschland brütenden Störche", sagt EuroNatur-Geschäftsführer Gabriel Schwaderer. Denn diese ziehen wie die meisten europäischen Störche nach Osten über den Balkan und den Bosporus in ihre Winterquartiere nach Afrika. Die Feuchtwiesen am Uluabat-See bieten den eleganten Vögeln einen sicheren Rastplatz mit ausreichend Nahrung, um neue Energie für den anstrengenden Weiterflug zu tanken.

Als international bedeutsames Feuchtgebiet steht die Region am Uluabat-See gemäß der Ramsar-Konvention unter Schutz. Eskikaraagac ist Mitglied der lokalen Kommission für das Ramsar-Gebiet und setzt sich in dieser Funktion seit vielen Jahren für den Schutz der Störche ein. So fördert das Dorf die extensive Beweidung der artenreichen Wiesen und Weiden rund um den Uluabat-See, um die wertvollen Nahrungsgründe der Störche zu erhalten und zu verbessern. Vorbildlich sind auch die Aktivitäten, um den Tod der Großvögel durch Stromschlag zu verhindern. Auf Druck der Storchenschützer haben die Energieversorger den gefährlichsten Teil einer Freileitung durch Erdkabel ersetzt, für Vögel gefährliche Strommasten durch das Anbringen von Schutzhauben entschärft und Freileitungen auf den Flugschneisen der Störche mit Flaggen sichtbar gemacht. Außerdem wurden Kunsthorste errichtet, um Meister Adebar den Nestbau zu erleichtern. Mit Erfolg: Seither blieb die Storchenpopulation stabil.

Die Auszeichnung erfolgt im Rahmen der 8. Jahrestagung der Europäischen Storchendörfer, die vom 28. bis 29. Mai in Eskikaraagac stattfindet. 40 Teilnehmer aus acht Ländern haben ihr Kommen zugesagt. Neben der Tagung richtet Eskikaraagac ein großes Storchenfest mit reichhaltigem Kulturprogramm und vielen Aktivitäten aus, bei dem die Einwohner zusammen mit den Teilnehmern der Tagung "ihre" Störche feiern. "Durch seine landschaftliche Vielfalt und die große Anzahl an Vogelarten ist das Gebiet um den Uluabat-See ein Geheimtipp für Natur- und Vogelliebhaber. Gerade der Naturtourismus bietet für solche Regionen große Chancen", ist EuroNatur-Projektleiter Dr. Martin Schneider-Jacoby überzeugt. "So fördert Eskikaraagac mit dem Erhalt der einzigartigen Natur- und Kulturlandschaft der Region nicht nur den Artenschutz, sondern eröffnet auch den Menschen vor Ort neue wirtschaftliche Perspektiven."

Hintergrundinformationen:

- zu den Europäischen Storchendörfern:

www.euronatur.org/Europaeische-Storchendoerfer.1157.0.html

- zur offiziellen Webseite der Ramsar-Konvention: www.ramsar.org

Für weitere Informationen, Fotomaterial und Interviews wenden Sie sich bitte an:

EuroNatur
Konstanzer Straße 22
78315 Radolfzell
Tel.: 07732 - 92 72 24
Fax: 07732 - 92 72 22
E-Mail: info@euronatur.org
Ansprechpartner: Dr. Martin Schneider-Jacoby
Pressekontakt: Angie Rother

Angie Rother | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.euronatur.org

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Antarktisches Meereis: mehr Schutz als Vorratskammer für Krilllarven
22.11.2017 | Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg

nachricht Das Schweigen der Hummeln
15.11.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

IfBB bei 12th European Bioplastics Conference mit dabei: neue Marktzahlen, neue Forschungsthemen

22.11.2017 | Veranstaltungen

Zahnimplantate: Forschungsergebnisse und ihre Konsequenzen – 31. Kongress der DGI

22.11.2017 | Veranstaltungen

Tagung widmet sich dem Thema Autonomes Fahren

21.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Bakterien als Schrittmacher des Darms

22.11.2017 | Biowissenschaften Chemie

Ozeanversauerung schädigt Miesmuscheln im Frühstadium

22.11.2017 | Biowissenschaften Chemie

Die gefrorenen Küsten der Arktis: Ein Lebensraum schmilzt davon

22.11.2017 | Geowissenschaften