Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bessere Zeiten für Buckelwale

13.08.2008
Sanfte Meeresriesen erstmals weniger gefährdet

Vier Jahrzehnte nach dem Ende der Jagd auf Buckelwale hat der weltweite Bestand der Meeressäuger erstmals ein stabiles Maß angenommen, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist in seiner Online-Ausgabe.

Die Internationale Naturschutzorganisation IUCN hat die Buckelwale in eine geringere Gefährdungskategorie auf der Roten Liste eingestuft. Das bedeute allerdings nicht, dass damit Jagd auf die Tiere gemacht werden dürfe, betont die IUCN.

Weltweit wird der Bestand an adulten Buckelwalen auf mindestens 40.000 geschätzt. Im Vergleich dazu waren es etwa 240.000 Tiere in Zeiten ehe der kommerzielle Walfang begonnen hat. "Die Erholung der Buckelwal-Population ist direkt auf den Walfang-Stopp zurückzuführen", meint Randall Reeves von der Wall-Expertengruppe des IUCN. Was die Umweltschützer beunruhigt ist der zu erwartende Andrang der Walfang-Nationen nun auch wieder Buckelwale zu bejagen. "Das ist eigentlich eine ziemliche deutliche Antwort: Von allen Großwalen sind die Buckelwale diejenigen, die am besten gedeihen, wenn man sie in Ruhe läßt", meint der Experte.

Umweltschutzgruppen wie Greenpeace haben sich zu dem Thema bereits zu Wort gemeldet. "Japans Regierung hatte im November 2007 beschlossen, eine Quote von 50 Buckelwalen zu fangen", meint Greenpeace-Meeresbiologin Antje Helms http://www.greenpeace.at im pressetext-Interview. (pressetext berichtete http://www.pte.at/pte.mc?pte=071119031 ) Massive Proteste vor allem von Seiten Australiens und Neuseelands haben das schließlich verhindert, so Helms. "Die Buckelwale, die die Japaner töten wollten, sind jene mit denen die Staaten gutes Geld beim Wal-Beobachten erzielen", so Helms. "Auch wenn sich die Bestände erholt haben, sind sie immer noch meilenweit davon entfernt, auch nur annähernd jene Zahl zu erreichen, die sie vor dem Anfang des kommerziellen Walfangs hatten."

Über das Verhalten der großen Wale wisse man immer noch sehr wenig, erklärt Helms. Greenpeace habe im Vorjahr Buckelwale vor Tonga mit einem Sender versehen, um zu sehen, wo und mit welchen Partnern sich die Tiere paaren. "Das Ergebnis war erstaunlich, denn diese Sippschaft, die aus rund 50 Tieren bestand, blieb unter sich." Würde man drei oder vier adulte Tiere aus diesem Bestand töten, bedeute dies das Ende dieser Familie, so Helms.

Der IUCN-Bericht zeichnet für kleinere Meeressäuger hingegen ein sehr trauriges Bild. Immer noch werden Delfine und Tümmler als Beifang in riesigen Netzen gefangen und verenden qualvoll. "Es ist erschreckend wie schnell einige Delfine und Tümmler verschwinden", meint Reeves. "Da gibt es keine Walfangflotten und kein blutrot gefärbtes Meer. Sie sterben leise in den engmaschigen Netzen", so der Experte. In einer von der FAO erhobenen Studie belaufe sich die Zahl, der als Beifang im Netz mitgefangenen Wale und Delfine auf jährlich mindestens 350.000 Tiere. "Die Dunkelziffer könnte bei sogar einer Million liegen", meint Helms. Vielfach würden Fischer dazu keine Angaben machen und die Tiere auf hoher See entsorgen.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.iucn.org

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Von der Weser bis zur Nordsee: PLAWES erforscht Mikroplastik-Kontaminationen in Ökosystemen
20.09.2017 | Universität Bayreuth

nachricht Der Monsun und die Treibhausgase
18.09.2017 | Forschungszentrum Jülich

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: LaserTAB: Effizientere und präzisere Kontakte dank Roboter-Kollaboration

Auf der diesjährigen productronica in München stellt das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT das Laser-Based Tape-Automated Bonding, kurz LaserTAB, vor: Die Aachener Experten zeigen, wie sich dank neuer Optik und Roboter-Unterstützung Batteriezellen und Leistungselektronik effizienter und präziser als bisher lasermikroschweißen lassen.

Auf eine geschickte Kombination von Roboter-Einsatz, Laserscanner mit selbstentwickelter neuer Optik und Prozessüberwachung setzt das Fraunhofer ILT aus Aachen.

Im Focus: LaserTAB: More efficient and precise contacts thanks to human-robot collaboration

At the productronica trade fair in Munich this November, the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT will be presenting Laser-Based Tape-Automated Bonding, LaserTAB for short. The experts from Aachen will be demonstrating how new battery cells and power electronics can be micro-welded more efficiently and precisely than ever before thanks to new optics and robot support.

Fraunhofer ILT from Aachen relies on a clever combination of robotics and a laser scanner with new optics as well as process monitoring, which it has developed...

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Legionellen? Nein danke!

25.09.2017 | Veranstaltungen

Posterblitz und neue Planeten

25.09.2017 | Veranstaltungen

Hochschule Karlsruhe richtet internationale Konferenz mit Schwerpunkt Informatik aus

25.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Legionellen? Nein danke!

25.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Hochvolt-Lösungen für die nächste Fahrzeuggeneration!

25.09.2017 | Seminare Workshops

Seminar zum 3D-Drucken am Direct Manufacturing Center am

25.09.2017 | Seminare Workshops