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Beharrlichkeit zahlt sich aus: Der Chapala See in Mexiko soll zum Ramsar-Schutzgebiet erklärt werden

12.09.2007
Das unermüdliche Engagement der Living Lakes-Partnerorganisationen in Mexiko zeigt endlich Erfolge: Die mexikanische Regierung hat kürzlich erklärt, dass der Chapala See als Ramsar-Schutzgebiet ausgewiesen werden soll. Bis Anfang Februar 2008 soll die offizielle Anerkennung ausgesprochen werden.

Nur selten erreichen den Global Nature Fund (GNF) und die weiteren 44 Living Lakes-Partner positive Nachrichten aus Mexiko. Noch im Jahr 2004 wurde der Lago de Chapala, der größte Süßwassersee des Landes, zum „Bedrohten See des Jahres“ ausgerufen.

Seit der Aufnahme des Chapala Sees in das internationale Seenschutznetzwerk Living Lakes in 2002 wurden unzählige Protestschreiben und Petitionen an die mexikanische Regierung gesandt, um auf bestehende Missstände aufmerksam zu machen und der problematischen Entwicklung des Gewässers entgegen zu wirken.

Für Dr. Raquel Gutiérrez Nájera, Leiterin des Instituts für Umweltrecht der Universität Guadalajara, war es ein bewegender Moment, als der mexikanische Präsident Felipe Calderón gemeinsam mit Vertretern verschiedener Bundesstaaten, Gemeinden, akademischen Einrichtungen und Naturschutzorganisationen einen Brief unterzeichnete, der den politischen Willen aller Beteiligten widerspiegelt, den Lago de Chapala unter den Schutz des Ramsar-Abkommens zu stellen.

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„Zwar löst die Ausweisung des Chapala als Ramsar-Schutzgebiet nicht alle Probleme in der Region, doch ist sie ein Meilenstein für die langjährigen Bemühungen unserer Partner in Mexiko“, so Marion Hammerl, Präsidentin des GNF. Denn seit Mitte der achtziger Jahre droht der Flachwassersee, der einst doppelt so groß war wie der Bodensee, zu einem stinkenden Tümpel zu verkommen. Aufgrund schonungsloser Übernutzung seiner Wasserreserven musste der See in seinen schlechtesten Zeiten bis zu drei Viertel seiner ursprünglichen Größe einbüßen. Darüber hinaus ist das wenige Wasser des Rio Lerma, das in den See gelangt, durch ungeklärte Haushalts- und Industrieabwässer sowie Nitrate und Phosphate aus der Landwirtschaft äußerst stark verschmutzt und weist eine hohe Konzentration an Schwermetallen auf. Damit ist nicht nur das Ökosystem des Sees selbst bedroht, sondern auch die sechs Millionen Menschen der Metropole Guadalajara, die das Wasser des Sees als Trink­wasser nutzen. Mit einem riesigen Staudammprojekt soll hier Abhilfe geschaffen werden. Doch die Living Lakes-Partnerorganisationen Fundaciòn Cuenca Lerma Lago Chapala und Amigos del Lago sind der Meinung, dass die enorme Investition von mehreren Milliarden Euro, die der Bau des Acrediano-Staudamms verschlingen würde, bei einem vernünftigen Wassermanagement in der Region nicht notwendig wäre. Durch eine Sanierung des maroden Wasserleitungssystems und der Verbesserung der Wasserqualität kann der Chapala See langfristig als Trinkwasserspeicher für den Menschen erhalten bleiben. Als nächsten Schritt werden die mexikanischen Living Lakes-Partner und der GNF der mexikanischen Regierung erneut Vorschläge für einen Managementplan und die dringend notwendige Restaurierung des Chapala Sees vorlegen.

Das Living Lakes Netzwerk setzt sich erfolgreich und nachhaltig für die betroffenen Regionen ein und wird hierbei auch von weltweit tätigen Unternehmen wie Unilever, DaimlerChrysler, der Deutschen Lufthansa, T-Mobile, Ziemann, Sika und Osram unterstützt.

Kontakt:

Global Nature Fund (GNF), Fritz-Reichle-Ring 4, 78315 Radolfzell, Deutschland
Tel. 07732-99 95-0, Fax: 07732-99 95-88; E-Mail: info@globalnature.org, Web: www.globalnature.org.

| GNF Info
Weitere Informationen:
http://www.globalnature.org

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