Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Der ökologische Fußabdruck: Wo unser Lebensstil Spuren hinterlässt

12.09.2007
Online-Fußabdrucksrechner bietet ökologische Bewertung

Wasauchimmer wir im täglichen Leben tun, wir hinterlassen Spuren: Essen, Wohnen und Mobilität haben Auswirkungen auf die Natur, die den Menschen nicht immer bewusst sind. Wissenschafter des Instituts für Ressourcenschonende und Nachhaltige Systeme (RNS) der TU Graz haben gemeinsam mit dem Ingenieurbüro Natan einen Online-Rechner entwickelt, der die Folgen des Lebensstils auf Klima und Umwelt aufzeigt.

Errechnet wird, wie viel Natur eine Person durch ihre Lebensweise "verbraucht". Besondere Spitzen im Ergebnis sollen Hinweise liefern, wo jeder effektiv ansetzen kann, einen Beitrag zu Klima- und Umweltschutz zu leisten. Das Programm ist ab sofort unter http://www.fussabdrucksrechner.at frei zugänglich.

Wiener Schnitzel oder Gemüsepizza, Holzheizung oder Solarenergie, Fahrrad oder Flugzeug? Für Klima und Umweltschutz relevante Fragen reichen weit in die persönlichen Lebensbereiche der Menschen hinein. "Die zugespitzte Situation erfordert, dass ökologische Entscheidungen für den Einzelnen deutlich mehr Bedeutung erlangen", ist Michael Narodoslawsky vom RNS der TU Graz sicher.

... mehr zu:
»Fußabdruck »Lebensstil »RNS

Auf Basis jahrelanger Forschungsarbeit entwickelte er gemeinsam mit Kollegen und Studierenden eine Berechnung, die die zentralen umweltrelevanten Aspekte des täglichen Lebens zusammenfasst. "Unsere Berechnung berücksichtigt beruflichen und privaten Verbrauch. Schadstoffe werden umfassend einbezogen und nicht auf CO2-Emissionen reduziert", erklärt Narodoslawsky das benutzerfreundlich zu bedienende Programm. Das Resultat ist die Größe des persönlichen ökologischen Fußabdrucks, die - gemessen in Quadratmetern - verdeutlicht, wie viel Natur eine Person im täglichen Leben "verbraucht".

Bewusstseinsbildung als Weg zur Besserung

"Meist zeigt das Ergebnis, dass wir weit mehr Natur 'verbrauchen' als ökologisch vertretbar. Ein sehr ökologisch lebender Mensch verbraucht bereits eine drei- bis viermal so große Fläche wie vorgesehen, ein unökologisch lebender Mensch mitunter das 40-fache", weiß Narodoslawsky, der mit dem für jedermann zugänglichen Fußabdrucksrechner Hinweise für eine nachhaltigere Lebensweise anbieten will. "Das Programm zeigt, wo die Ursachen liegen, die den Fußabdruck wachsen lassen.

Der Nutzer erkennt so, wo besonderes Verbesserungspotenzial liegt und kann daraus Hinweise für verantwortungsbewusstes Handeln für seinen persönlichen Lebensbereich ableiten", so Narodoslawsky, der hofft, den Menschen mit seinem Programm Entscheidungshilfen zu bieten. Neben dem Lebensstil-Rechner bietet das RNS der TU Graz bereits einen Online-Rechner, der es erlaubt Nahrungsmittel aus der Sicht der Nachhaltigkeit zu bewerten. Für Unternehmen gibt es ein Programm, das eine vollständige Lebenszyklusanalyse für Produktionsprozesse und Produkte erstellt.

Rückfragen:
Ao.Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Michael Narodoslawsky
Institut für Ressourcenschonende und Nachhaltige Systeme
Email: narodoslawsky@TUGraz.at
Tel: +43 (316) 873 - 7468

Alice Senarclens de Grancy, | idw
Weitere Informationen:
http://www.tugraz.at
http://www.fussabdrucksrechner.at

Weitere Berichte zu: Fußabdruck Lebensstil RNS

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Fernerkundung für den Naturschutz
17.08.2017 | Hochschule München

nachricht "Brauchen wir das?" Auf dem Weg zu einer umweltgerechten Bedarfsprüfung von Infrastrukturprojekten
09.08.2017 | Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie