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Endspurt für die UN-Klimakonferenz auf Bali eingeläutet

11.09.2007
Gabriel: Klarer Kurs für ein neues Klimaabkommen notwendig
Wöhrl: Investitionssicherheit für Unternehmen schaffen

Auf Einladung der deutschen G8-Präsidentschaft haben die Energie- und Umweltminister aus den 20 größten Energieverbrauchsländern in Berlin über den klimafreundlichen Umbau der Energiesysteme beraten. Die dritte Ministerkonferenz im Rahmen des „Gleneagles-Dialogs über Klimawandel, saubere Energie und nachhaltige Entwicklung“ war der Auftakt einer Reihe hochrangiger Vorbereitungstreffen für die UN-Klimakonferenz im Dezember auf Bali.

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel: „Wir müssen auf Bali mit umfassenden Verhandlungen zum Schutz des globalen Klimas beginnen – alle Länder gehören mit ins Boot. Auf dem Weg zu einem neuen Klimaabkommen kommt es auf einen klaren Kurs an. Hierzu gehören ein gemeinsames langfristiges Ziel, anspruchsvolle Reduktionsverpflichtungen für alle Industrieländer und angemessene Beiträge insbesondere der Schwellenländer. Die Ausweitung des internationalen Kohlenstoffmarktes wird eine entscheidende Rolle spielen, um das Geld und die Technologien zu mobilisieren, die wir für die Bekämpfung des Klimawandels brauchen. Dringend erforderlich sind zudem verlässliche Rahmenbedingungen. Mit der Berliner Konferenz haben wir einen wichtigen Beitrag geleistet, damit die Verhandlungen auf Bali erfolgreich verlaufen.“

Strategien für eine verbesserte Technologiekooperation zwischen Industrie- und Entwicklungsländern standen im Zentrum des Berliner Gleneagles-Dialogs. Auf dem langfristigen Weg einer Annäherung der weltweiten CO2-Emissionen pro Kopf kommt es jetzt darauf an, das Wirtschaftswachstum und den Ausstoß von Treibhausgasen zu entkoppeln. Jedes Abwarten kostet Geld und beschränkt die Handlungsmöglichkeiten.

Dagmar Wöhrl, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium: „Saubere Energietechnologien spielen eine zentrale Rolle, um Klimaschutz mit Wachstum und wirtschaftlicher Entwicklung zu vereinbaren. Mit dem Klima- und Energiepaket von Meseberg hat die Bundesregierung aufgezeigt, wie ein integriertes Konzept Wachstum fördern und gleichzeitig das Klima schützen kann. Im nächsten Schritt geht es darum, international die Rahmenbedingungen für Investitionen in Energieeffizienz, erneuerbare Energien und CCS-Technologien zu schaffen. Dazu gehören neben einem Nachfolgeabkommen zum Kyoto-Protokoll, an dem sich alle maßgeblichen Emittenten beteiligen müssen, auch offene Energiemärkte und internationale Technologiekooperation.“

Auf die Initiative von Bundesumweltminister Gabriel werden noch vor der Klimakonferenz auf Bali internationale Experten über Lösungsansätze zur Absicherung gegen Klimafolgen in Entwicklungsländern beraten.

Gabriel: „Internationaler Klimaschutz ist eine Frage der globalen Gerechtigkeit. Wir müssen die vom Klimawandel besonders betroffenen Entwicklungsländer stärker unterstützen. Sie tragen wenig zur globalen Erwärmung bei, leiden aber unter den Folgen unserer zu hohen CO2-Emissionen hier im Norden. Neben zusätzlichen Fördermitteln brauchen wir neue Instrumente wie etwa Mikroversicherungen gegen Klimaschäden in Afrika.“

An der Konferenz in Berlin nahmen die Umwelt- und Energieminister und andere hochrangige Vertreter aus den G8-Staaten Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada, Russland, Großbritannien und den USA teil sowie aus Australien, Brasilien, China, Indien, Indonesien, Mexiko, Nigeria, Polen, Südafrika, Südkorea, Spanien. Vertreten waren auch die Europäische Kommission und Portugal als amtierende EU-Präsidentschaft. Eingeladen waren außerdem die multilateralen Entwicklungsbanken, die Internationale Energieagentur, das UN-Klimasekretariat sowie Unternehmen, Umweltverbände und Parlamentarier.

Michael Schroeren | BMU-Pressereferat
Weitere Informationen:
http://www.bmu.de

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