Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Weltweit wächst das Interesse an betrieblicher Umweltberichterstattung

08.04.2002


Deutsch-britisches Kooperationsprojekt
mit kostenloser Datenbank gestartet

Tue Gutes und rede darüber. Weltweit beherzigen dies immer mehr Unternehmen und informieren die Öffentlichkeit freiwillig über ihr Engagement im Umweltschutz. Inzwischen sind es in den fünf Kontinenten rund 1.600 Firmen, die regelmäßig in einem Umweltbericht ihre Aktivitäten im betrieblichen Umweltschutz dokumentieren. Deutsche Unternehmen nehmen dabei eine Spitzenposition ein - sowohl hinsichtlich der Zahl als auch der Aussagekraft der Umweltberichte. Rund 200 Unternehmen aus Deutschland veröffentlichen ihr Umweltprofil. Ein deutsch-britisches Kooperationsobjekt verschafft jetzt den Überblick über alle Umweltberichte. Next Step Consulting, London, hat alle Umweltberichte in einer kostenlos zugänglichen Datenbank erfasst. Sie kann im Internet unter der Adresse http://www.corporateregister.com abgerufen werden. Dank zahlreicher Suchfunktionen ist es möglich, alle Umweltberichte einer Branche oder eines Landes zu identifizieren. Außerdem können Umweltberichte auch auf den eigenen Rechner heruntergeladen werden. Den Überblick über die Umweltberichterstattung gibt es auch in gedruckter Form - als kostenlose 250seitige Broschüre beim Umweltbundesamt.

Die Umweltberichte aus aller Welt werden auch in der Fachbibliothek der Berliner Behörde gesammelt und öffentlich zugänglich gemacht. Die Bibliothek des Umweltbundesamtes hat damit weltweit den größten Bestand an Umweltberichten. Das deutsch-englische Kooperationsprojekt will die Umweltberichterstattung und Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen fördern und in der Öffentlichkeit bekannter machen. Eine weiteres Ziel ist es, Unternehmen zu motivieren, über die betrieblichen Umweltschutzberichterstattung hinausgehend Nachhaltigkeitsberichte zu veröffentlichen. Nachhaltigkeitsberichte enthalten mehr als Umweltberichte. Sie illustrieren gleichermaßen umweltbezogene, wirtschaftliche und soziale Aspekte. Bislang haben weltweit etwa 60 Unternehmen Nachhaltigkeitsberichte veröffentlicht.


Zusätzlich zum dem deutsch-britischen Kooperationsprojekt gibt es auf europäischer Ebene die Internet-Datenbank ( http://europa.eu.int/comm/environment/emas/index.htm ), in der alle EMAS-Umwelterklärungen (Europäisches Öko-Audit-System) erfasst werden. Diese Form der Umweltberichterstattung geht über die Grenzen eines klassischen Umweltberichtes hinaus, da alle Daten und Informationen einer EMAS-Umwelterklärung durch externe Umweltgutachter hinsichtlich Leistung, Glaubwürdigkeit und Transparenz überprüft und validiert worden sind.

Josephine Bienert | idw
Weitere Informationen:
http://europa.eu.int/comm/environment/emas/index.htm
http://www.corporateregister.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Wasserqualität von Flüssen: Zusätzliche Reinigungsstufen in Kläranlagen lohnen sich
24.05.2017 | Eberhard Karls Universität Tübingen

nachricht Eisenmangel hemmt marine Mikroorganismen
19.05.2017 | GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften