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Die Alpen sind in akuter Gefahr! - Klimawandel schon heute sichtbar

06.09.2007
„Nirgendwo sonst in Deutschland sind die Folgen des Klimawandels schon heute so deutlich sichtbar wie in den Alpen. Nirgendwo sonst werden die Durchschnittstemperaturen so dramatisch steigen“, sagte heute der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium Michael Müller.

Fast eine Woche lang hatte sich Müller auf seiner zweiten Alpenreise in Deutschland und Österreich über die die regionalen Folgen des Klimawandels und Anpassungsstrategien in dem sensiblen Ökosystem informiert.

Der globale Klimawandel wirkt sich in den Alpen besonders drastisch aus. Nach jüngsten Klimaprognosen soll die Erwärmung der Atmosphäre in dieser Region bis zum Ende des Jahrhunderts mehr als vier Grad Celsius betragen. Dies ist deutlich mehr, als die weltweit prognostizierte Erhöhung um zwei bis drei Grad.

Hält der Trend an, werden die Alpen um 2070 keine nennenswerten Gletscher mehr haben. Die Regenmengen werden drastisch zunehmen. Und die Stabilität der Bergmassive wird erheblich abnehmen. „Das ökologische Kleinod Europas droht zu sterben“, so Müller. „Wer darauf mit dem Bau von zusätzlichen Schneekanonen reagiert, hat die Dramatik der Situation noch nicht begriffen. Wer jetzt nicht handelt, versündigt sich an den kommenden Generationen. Denn der Klimawandel hat einen Bremsweg von 30 bis 40 Jahren.“

Die Umweltminister der Alpenstaaten haben im November 2006 ein wissenschaftliches Projekt zur Entwicklung von Anpassungsstrategien für den Alpenraum gestartet. Ziel dieses Projekts ist, bis zum Jahr 2008 die Folgen des Klimawandels für alle wichtigen Bereiche, insbesondere Tourismus, Verkehr und Landwirtschaft, abzuschätzen und Anpassungsstrategien zu entwickeln.

Für die Umsetzung des gemeinsamen Aktionsplan mit alpenspezifischen Handlungsempfehlungen gegen die Folgen des Klimawandels wollen die Alpenstaaten auch die Fördermöglichkeiten des neuen EU-Programms für die europäische territoriale Zusammenarbeit „Alpine Space 2007 bis 2013“ in gemeinsamen Projekten nutzen. Michael Müller informierte sich im Sekretariat der EU Gemeinschaftsinitiative in Rosenheim über das neue Programm und stellte eine Projektbeteiligung des Bundesumweltministeriums in Aussicht.

Michael Schroeren | BMU-Pressereferat
Weitere Informationen:
http://www.bmu.de/presse

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