Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Verhandlungen über Kyoto-Nachfolgeabkommen - Konferenz in Wien bereitet Klimagipfel in Bali vor

27.08.2007
Heute beginnt in Wien eine UN-Konferenz, auf der rund 1.000 Experten aus aller Welt bis Freitag dieser Woche (31. August) die Klimakonferenz im Dezember auf Bali vorbereiten.

In Bali soll der Beginn umfassender Verhandlungen über ein Kyoto-Nachfolgeabkommen beschlossen werden. Im Mittelpunkt der Wiener Konferenz stehen Beratungen über zentrale Elemente internationaler Klimaschutzvereinbarungen nach 2012 und über einen gemeinsamen Arbeits- und Zeitplan bis zum Jahr 2009.

Bundesumweltminister Gabriel: „Wir brauchen bis 2009 eine neue Klimaschutzvereinbarung, die die Zeit nach 2012 regelt. Die Zeit ist knapp. Wir müssen jetzt handeln, um die schlimmsten Folgen des Klimawandels noch zu verhindern. Bis Mitte des Jahrhunderts müssen die weltweiten Treibhausgasemissionen gegenüber dem Stand von 1990 halbiert werden.“

Die EU hatte sich im Frühjahr unter deutscher Ratspräsidentschaft auf ihre Verhand¬lungs¬linie für ein Klimaschutzabkommen nach 2012 geeinigt: Die EU ist bereit, ihre Treibhausgasemissionen um 30 Prozent bis zum Jahr2020 (gegenüber 1990) zu senken, wenn sich andere Industriestaaten zu vergleichbaren Anstrengungen verpflichten und die Schwellenländer angemessen dazu beitragen. Die Gruppe der Industriestaaten soll insgesamt Minderungsverpflichtungen von 30 bis 2020 und von 60-80 Prozent bis zum Jahr 2050 (gegenüber 1990) übernehmen. Weitere wichtige Elemente des Verhandlungspakets sind der Ausbau des Kohlenstoffmarktes, deutlich höhere Anstrengungen bei der Anpassung an den Klimawandel, eine verstärkte Technologiekooperation, die Begrenzung von Emissionen aus Entwaldung sowie aus dem Flug- und Schiffsverkehr. Ziel der EU ist außerdem, dass die Vertragsstaaten in Bali einen gemeinsamen Arbeits- und Zeitplan bis 2009 vereinbaren, der die unterschiedlichen Verhandlungsstränge zusammenführt.

Ein Schwerpunkt der Wiener Konferenz ist die Finanzierung von Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen, vor allem in Entwicklungsländern. Das Klimasekretariat wird eine Analyse über bestehende und geplante Investitionsflüsse vorstellen. Finanzierungsmechanismen, die diese Investitionsströme in eine klimafreundlichere Richtung lenken, sind zentrales Thema des letzten Workshops unter dem so genannten Konventionsdialog, den die Staatengemeinschaft auf der Weltklimakonferenz in Montreal (Dezember 2005) beschlossen hatte. Der Konventionsdialog endet in Bali. Die EU will den Konventionsdialog in Bali in einen Verhandlungsstrang für die verschiedenen Verhandlungselemente überführen.

Michael Schroeren | BMU-Pressereferat
Weitere Informationen:
http://www.bmu.de/presse

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Ein neuer Indikator für marine Ökosystem-Veränderungen - der Dia/Dino-Index
21.08.2017 | Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

nachricht Fernerkundung für den Naturschutz
17.08.2017 | Hochschule München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Platz 2 für Helikopter-Designstudie aus Stade - Carbontechnologie-Studenten der PFH erfolgreich

Bereits lange vor dem Studienabschluss haben vier Studenten des PFH Hansecampus Stade ihr ingenieurwissenschaftliches Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Malte Blask, Hagen Hagens, Nick Neubert und Rouven Weg haben bei einem internationalen Wettbewerb der American Helicopter Society (AHS International) den zweiten Platz belegt. Ihre Aufgabe war es, eine Designstudie für ein helikopterähnliches Fluggerät zu entwickeln, das 24 Stunden an einem Punkt in der Luft fliegen kann.

Die vier Kommilitonen sind im Studiengang Verbundwerkstoffe/Composites am Hansecampus Stade der PFH Private Hochschule Göttingen eingeschrieben. Seit elf...

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Zukunft des Leichtbaus: Mehr als nur Material einsparen

23.08.2017 | Veranstaltungen

Logistikmanagement-Konferenz 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Spot auf die Maschinerie des Lebens

23.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Die Sonne: Motor des Erdklimas

23.08.2017 | Physik Astronomie

Entfesselte Magnetkraft

23.08.2017 | Physik Astronomie