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Südafrikanischer Salpetersäureproduzent trägt mit Heraeus-Innovation zum Klimaschutz bei

20.08.2007
* Sasol Nitro reduziert deutlich Lachgas-Emissionen
* Klassischer Platinnetz-Katalysator wurde nachhaltig optimiert

Die Firma SASOL Nitro in Südafrika setzt seit Anfang dieses Jahres in zwei Anlagen zur Salpetersäureproduktion einen neu entwickelten Mehrstufen-Katalysator des Edelmetall- und Technologiekonzerns Heraeus zur selektiven Zerstörung von Lachgas, einem Treibhausgas, ein.

Sasol leistet mit dieser innovativen Katalysatortechnik einen Beitrag zum Klimaschutz und wurde im Juli als erstes Unternehmen weltweit gelistet, das am "Lachgas-Verminderungsprojekt" (Clean Development Program) mittels Einsatz von Sekundärkatalysatoren im Rahmen des Kyoto-Protokolls teilnimmt. Ziel des Kyoto-Protokolls ist die weltweite Eindämmung der für den Klimawandel verantwortlichen Gase.

Mehrstufen-Katalysator zur selektiven Lachgas-Zerstörung

Bei der Salpetersäureherstellung (Düngemittelherstellung) in der chemischen Industrie (Prozess der "Ammoniakverbrennung") werden große Mengen von Katalysatoren aus Platinlegierungen in Form von gewirkten Netzen mit bis zu sechs Metern Durchmesser eingesetzt. Heraeus ist in der Fertigung dieser Edelmetall-Katalysatoren weltweit führend. Bei der Ammoniakverbrennung entsteht jedoch auch Lachgas (N2O) in einer Nebenreaktion, ein Treibhausgas, das 310 Mal schädlicher als Kohlendioxid wirkt. Heraeus hat 2005 einen neuartigen Mehrstufen-Katalysator entwickelt, mit dem bei der Ammoniakverbrennung bereits die Entstehung von Lachgas um bis zu 90 % reduziert werden kann. Entscheidend an der Innovation ist ein nachgeschalteter Sekundär-Katalysator, der entstandenes Lachgas gezielt zerstört. "Durch unsere konsequente Fokussierung auf Innovationen ist es uns gelungen, den bewährten Platinnetz-Katalysator nicht nur in seiner Leistungsfähigkeit sondern auch im Hinblick auf die Umweltverträglichkeit neu zu erfinden", betont Dr. Roland Gerner, Geschäftsführer des Konzernbereichs W. C. Heraeus GmbH. "Neben dem positiven Effekt auf die Emission von Treibhausgasen stärken wir auch unsere Wettbewerbsfähigkeit erheblich."

Emissionshandel: Jährlich mehrere hundertausend CO2-Zertifikate

Der langjährige Kunde Sasol Nitro gehört zu den ersten Kunden, die ihre Salpetersäureanlagen mit dem Sekundärkatalysator von Heraeus nachrüsteten. Von der Lachgasreduzierung profitiert nicht nur die Umwelt sondern auch der Salpetersäurehersteller. Denn im Rahmen des Kyoto-Protokolls kann er auch in Entwicklungs- bzw. Schwellenländern CO2-Zertifikate generieren. Reduziert der Hersteller eine Tonne Lachgas bekommt er dafür - bezogen auf die Schädlichkeit im Vergleich zu Kohlendioxid - 310 CO2-Zertifikate gutgeschrieben. Ein Teil des Erlös kommt regionalen Projekten zum nachhaltigen Umweltschutz zu Gute. Mit dem Heraeus-Sekundär-katalysator kann Sasol nun jährlich mehrere hunderttausend Zertifikate erzeugen.

Die W. C. Heraeus GmbH verarbeitet weltweit die Edelmetalle Gold, Silber und Platin und andere Platingruppenmetalle sowie Sondermetalle zu industriellen Produkten für die Automobil-, Halbleiter-, Elektronik-, Glas-, chemische und petrochemische Industrie, sowie Medizinindustrie. Ein globaler Verbund aus über 30 Gesellschaften umfasst Fertigungsstätten für alle Stufen der Edelmetallgewinnung und -verarbeitung. W. C. Heraeus nimmt im industriellen Edelmetallhandel international eine herausragende Position ein.

Der Edelmetall- und Technologiekonzern Heraeus mit Sitz in Hanau ist ein weltweit tätiges Familienunternehmen, dessen Geschäftsfelder die Bereiche Edelmetalle, Sensoren, Dental- und Medizinprodukte, Quarzglas und Speziallichtquellen umfassen. Mit einem Umsatz von über 10 Milliarden Euro und weltweit mehr als 11.000 Mitarbeitern in über 100 Gesellschaften ist Heraeus seit mehr als 150 Jahren ein weltweit anerkannter Edelmetall- und Werkstoffspezialist.

Martina Rauch | Heraeus Holding GmbH
Weitere Informationen:
http://www.heraeus.com

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