Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bei Fußball-WM in Deutschland wird der Umweltschutz nicht im Abseits stehen

03.04.2002


Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert Nachhaltigkeitskonzept für die Weltmeisterschaft mit 90.000 Euro - DFB, Öko-Institut und WWF kooperieren

Wenn bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 über drei Millionen Menschen in deutsche Stadien strömen, um "König Fußball" zu feiern, soll der Umweltschutz nicht im Abseits stehen. Mit 90.000 Euro fördert die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), Osnabrück, ein Projekt, mit dem das Organisationskomitee (OK) des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gemeinsam mit dem World Wide Found For Nature (WWF) und dem Öko-Institut e. V. (Freiburg) ein umfassendes und praxisorientiertes Nachhaltigkeitskonzept entwickeln will. "Die Projektpartner wollen die Gelegenheit nutzen, den engen Zusammenhang von Sport und Umweltschutz einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln", erläuterte Fritz Brickwedde, Generalsekretär der DBU. Mit den Olympischen Spielen von Sydney sei ein erstes Beispiel geliefert worden, wie hoch die Vereinbarkeit von Sport und Umweltschutz sei. Im Vergleich zu Olympia ergäben sich jedoch bei Fußball-Weltmeisterschaften aufgrund der dezentralen Veranstaltung besondere Anforderungen.

Fußball-Weltmeisterschaft als Großereignis eine Herausforderung für den Umweltschutz

Das OK Deutschland 2006 unter dem Vorsitz von Präsident Franz Beckenbauer sei sich der Herausforderung des sportlichen Großereignisses für den Umweltschutz bewusst: Allein aus dem Ausland erwarte man bis zu einer Million Gäste, die - so die Erfahrung bei vorangegangenen Weltmeisterschaften - jeweils zehn Tage durchschnittlich im Gastgeber-Land verbringen. Die dabei entstehenden Umwelt-Aspekte gelte es zunächst zu analysieren, um im nächsten Schritt entsprechende Maßnahmen und Konzepte zu entwickeln und umzusetzen. "Aus Umwelt-Sicht beschäftigen wir uns derzeit stark mit dem Verkehrs- und Transportkonzept, insbesondere mit dem Öffentlichen Personennahverkehr. Ein Ziel ist es, Kombi-Tickets anzubieten, die die Fans aus aller Welt im ganzen Bundesgebiet über den WM-Zeitraum nutzen können", beschreibt OK-Vizepräsident Wolfgang Niersbach eine konkrete Maßnahme.

Engagement für Umwelt Voraussetzung für Auswahl der Wettkampforte

Besonderes Augenmerk gilt den Stadien, in denen die insgesamt 64 WM-Spiele stattfinden werden. Noch vor der endgültigen Bekanntgabe der voraussichtlich zwölf WM-Arenen am 15. April in der Alten Oper Frankfurt ließ sich das OK von allen 16 Bewerbern verbindlich bestätigen, dass sie sich im Falle des WM-Zuschlags stark für die Umwelt-Ziele engagieren werden. "Wir freuen uns sehr, dass sich alle Städte verpflichtet haben, mit dem WWF und dem Öko-Institut kooperieren zu wollen. Große Erfolge erhoffen wir uns in Bereichen wie der Abfallvermeidung und ?entsorgung. Aber auch der Verzicht auf Kunststoffe und die Wiederverwendung von Brauch- und Regenwasser sind angedacht", erläuterte Brickwedde.

Erstes Umweltkonzept für Fußball-Weltmeisterschaften

Doch bevor es konkrete Maßnahmenkataloge gebe, müsse zunächst der Ist-Zustand aufgenommen werden, um Lücken im Umweltkonzept aufzudecken. Da ein solches Konzept für Fußball-Weltmeisterschaften und für deutsche Sport-Großveranstaltungen bisher nicht bestehe, leiste das OK, unterstützt von der DBU und seinen Partnern WWF und Öko-Institut, Pionierarbeit, von der auch andere Veranstalter in Zukunft profitieren könnten.

| DBU-Presse-Dateien

Weitere Berichte zu: Fußball-Weltmeisterschaft WWF Öko-Institut

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Wie Brände die Tundra langfristig verändern
12.12.2017 | Gesellschaft für Ökologie e.V.

nachricht Mit Drohnen Wildschweinschäden schätzen
12.12.2017 | Gesellschaft für Ökologie e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Materialinnovationen 2018 – Werkstoff- und Materialforschungskonferenz des BMBF

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rest-Spannung trotz Megabeben

13.12.2017 | Geowissenschaften

Computermodell weist den Weg zu effektiven Kombinationstherapien bei Darmkrebs

13.12.2017 | Medizin Gesundheit

Winzige Weltenbummler: In Arktis und Antarktis leben die gleichen Bakterien

13.12.2017 | Geowissenschaften