Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erstes Handy und erstes Babyfon mit Blauem Engel ausgezeichnet

09.08.2007
Umweltzeichen für strahlungs- und schadstoffarme Geräte

Pioniergeist zeigen zwei Unternehmen, die als erste in der Mobilfunkbranche für ihre strahlungsarmen Produkte den Blauen Engel erhalten. „Nach jahrelangen Blockaden der Mobilfunk-Hersteller gegenüber dem Blauen Engel begrüße ich es sehr, dass diese Abwehrhaltung nun bröckelt“, erklärte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel. Der Blaue Engel ist das weltweit bekannteste Umweltzeichen.

Er steht für Kontrolle bei den Angeboten, Transparenz bei der Auswahl und Sicherheit beim Einkauf. Dr. Thomas Holzmann, Vizepräsident des Umweltbundesamtes (UBA): „Wer sich für Babyüberwachungsgeräte oder Handys mit dem Blauen Engel entscheidet, erhält strahlungsarme Geräte, die strenge Anforderungen erfüllen. Auf den Blauen Engel ist Verlass.“ Ab September 2007 sind die Geräte im Handel.

Für in Deutschland erhältliche Mobiltelefone und Babyüberwachungsgeräte gelten klare Strahlenschutz-Grenzwerte. Damit ist nach dem Stand der Wissenschaft eine Gesundheitsgefahr für die Benutzer bei sachgemäßem Gebrauch so gut wie ausgeschlossen. Dennoch gibt es in der Bevölkerung immer wieder Diskussionen über die Folgen der „Handy-Strahlung“.

Den Blauen Engel können nur besonders strahlungsarme Geräte erhalten, die den SAR-Grenzwert von 2,0 Watt pro Kilogramm deutlich unterschreiten. Der SAR-Wert – kurz für spezifische Absorbtionsrate – gibt die maximale Strahlungsintensität an. Den Blauen Engel bekommen nur Geräte, die 0,6 Watt pro Kilogramm einhalten. Bislang scheuten die Mobilfunkhersteller die Umweltauszeichnung, obwohl 30 Prozent der in Deutschland verfügbaren Modelle sogar die strengen Richtlinien des Blauen Engels erfüllen.

Da Kleinkinder im Allgemeinen besonders empfindlich auf Umwelteinflüsse reagieren, beschloss die Jury des Blauen Engels sehr hohe Anforderungen an die Begrenzung der hochfrequenten und niederfrequenten Strahlung für schnurlose Babyüberwachungsgeräte. Als gesundheitlich bedenklich gelten vor allem die hoch- und niederfrequenten Felder, oft Elektrosmog genannt, die in Nähe des Senders oder des Kindes entstehen. Die Geräte dürfen zudem keine problematischen Materialien wie halogenierte Flammschutzmittel enthalten. Außerdem ist der Energieverbrauch im Überwachungsmodus auf 2 Watt begrenzt. Knapp 10 Prozent der deutschen Haushalte besitzen Babyfone; dies ergab jüngst eine Umfrage des Marktforschungsinstitutes IWD. Nahezu 75 Prozent der Befragten halten die elektromagnetischen Strahlen allerdings für problematisch. Etwa 90 Prozent würden es begrüßen, wenn zukünftig mehr strahlungsarme Babyüberwachungsgeräte mit dem Blauen Engel ausgezeichnet würden.

Hinter dem Blauen Engel stehen das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, die Jury Umweltzeichen, das UBA und RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V. Zurzeit sind 3.700 Verträge für rund 10.000 Produkte von rund 520 Herstellern mit dem Engel ausgezeichnet.

Den blauen Engel erhielten: Der „BabyRuf MBF 3333“ der Firma Hartig+Helling aus Bochum und das „Kandy Mobile Handy-Paket für Kinder“ der Kandy Mobile AG in München.

| BMU-Pressereferat
Weitere Informationen:
http://www.blauer-engel
http://www.bmu.de/presse

Weitere Berichte zu: Babyfon Babyüberwachungsgeräte Handy Umweltzeichen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Wasserqualität von Flüssen: Zusätzliche Reinigungsstufen in Kläranlagen lohnen sich
24.05.2017 | Eberhard Karls Universität Tübingen

nachricht Eisenmangel hemmt marine Mikroorganismen
19.05.2017 | GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften