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Animals Asia rettet geschmuggelte Mondbären-Welpen in Vietnam

20.07.2007
Drei abgemagerte Mondbärenwelpen sind die ersten Bären auf der neuen Rettungsstation von Animals Asia Foundation (AAF) in Tam Dao, nahe Hanoi. Sie wurden aus einem Geheimfach an der Unterseite eines Personenbusses gerettet, auf dem Weg von Laos und nach Vietnam.

Olly und seine gleichermaßen munteren Schwestern Mara und Mausi haben inzwischen in einem Büro von AAF vorübergehend Wohnung bezogen. Laut Tuan Bendixsen, Leiter der Rettungsstation von AAF in Vietnam, beschlagnahmte der vietnamesische Zoll die Welpen Anfang Mai an der laotisch-vietnamesischen Grenze, die durch die Provinz Dien Bien verläuft. Die Schmuggler wurden der Dien Bien Forstbehörde (FDP) überstellt und zu einer Geldstrafe von zwei Millionen Dong (ungefähr US$ 130) verurteilt.

Die Dien Bien Forstbehörde fragte bei der zuständigen Provinzregierung nach, was mit den Welpen geschehen solle. Man wies sie an, die Welpen an ein regierungseigenes Hotel und Restaurant zu übergeben, wo die Tiere zur Unterhaltung der Touristen ausgestellt werden sollten. Dort wurden sie im Freien in Hühnerkäfigen gehalten und nur mit wässrigem Reis, gesüßt mit Kondensmilch und Honig, gefüttert. "Zum Glück waren wir zu diesem Zeitpunkt bereits über die Welpen informiert und in Verhandlungen über ihre Freigabe in unsere Obhut", berichtet Tuan Bendixen.

Nach der Übergabe der Bären an AAF musste das kleine Trio zunächst eine 15-stündige Straßenfahrt hinter sich bringen, was sie aber, die meiste Zeit schlafend oder spielend, ohne Probleme schafften. Nach Schätzung von Candice Bloom, Tierpflegerin bei AAF, sind die Welpen etwa drei Monate alt: "Mit nur zwei Kilogramm waren sie sehr untergewichtig. Nachdem wir sie mit Babymilch und zweimal täglich mit kleinen Mengen Früchten gefüttert haben, nehmen sie zu und werden kräftiger."

Im Jahr 2005, nach sieben langen Verhandlungsjahren, konnte Animals Asia eine Erklärung der vietnamesischen Behörden erreichen, die Bärenfarmen "auslaufen" zu lassen. Im Jahr 2006 unterzeichneten sie schließlich ein Abkommen mit Jill Robinson, mit der Schließung der Bärenfarmen zu beginnen und mehr als 200 Bären an das Rettungszentrum von AAF zu übergeben. Seit 1992 sind Bärenfarmen in Vietnam, technisch gesehen, illegal. Aber es wurden keine konkreten Schritte unternommen, diese Praxis zu stoppen - bis jetzt, einfach weil es keinen Ort gab, wohin man die Bären bringen konnte.

Inzwischen nimmt das vietnamesische AAF-Schutzgehege, angrenzend an den Tam Dao Nationalpark in der Nähe von Hanoi, Gestalt an. "Gegen Ende des Jahres werden 50 verstörte, kranke und abgemagerte Mondbären auf dieser Rettungsstation eintreffen", erklärt Robinson. "Dann wird die Arbeit erst richtig beginnen. Aber jetzt sind zunächst diese drei entzückenden Welpen in Sicherheit - ihr Start ins Leben war schrecklich, man hat sie ihren verzweifelten Müttern entrissen, aber zumindest werden sie niemals die schreckliche Grausamkeit der Bärenfarmen erleben müssen." Robinson weiter: "Mit der wachsenden Hilfe der vietnamesischen Regierung werden wir weitermachen und diese verhasste Industrie in diesem Land beenden. Kein Tier sollte durch diesen Albtraum gehen müssen, den die bemitleidenswerten Farmbären erleiden müssen."

Mehr über Animals Asias Rettung der Mondbären

Animals Asia Foundation (AAF) ist eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in Hongkong. Ihr Ziel ist das Beenden von Grausamkeiten gegenüber Tieren in Asien und die Wiederherstellung des Respekts für sie. AAF arbeitet mit lokalen Behörden und Einrichtungen zusammen und unterhält eine Anzahl von Projekten mit dem Ziel, langfristige Lösungen für das Problem der Grausamkeit gegenüber Tieren zu finden, darunter auch die Rettung der Mondbären aus den grauenvollen Gallefarmen in China und Vietnam.

Christa Filipowicz | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.animalsasia.de

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