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Afrika einigt sich auf Elefantenschutz

14.06.2007
Nach fast zweiwöchigen Verhandlungen einigten sich heute die Delegierte im Konsens bei der Welt-Artenschutzkonferenz CITES in Den Haag auf eine neunjährige Ruheperiode für Elefanten und den Umgang mit Elfenbeinverkäufen.

Im Einzelnen verständigten sich die afrikanischen Länder auf den Verkauf der Lagerbestände aus Namibia, Südafrika, Botswana und Zimbabwe, die bis zum 31. Januar 2007 registriert wurden. Insgesamt umfasst der Bestand rund 60 Tonnen. Unbekannt ist, wie viel Elfenbein Zimbabwe in seinen Lagerbeständen hat.

Nach dem Verkauf der Lagerbestände beginnt eine neunjährige Ruhepause. In diesem Zeitraum dürfen weder erneute Verkaufs- noch Herabstufungsanträge für Elefanten bzw. Elfenbein gestellt werden.

Zusätzlich wird ein "Elefantenfonds" gegründet. Dieser soll die weitere Entwicklung des Elefantenmanagements und -schutzs in ganz Afrika fördern. Ziel ist ein einheitliches Konzept zum Schutz der afrikanischen Elefanten.

"Das Ergebnis ist hervorragend. Die Nationen Afrikas haben lange gerungen, um diesen Kompromiss zu finden", erklärt Peter Pueschel vom IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds). "Endlich haben wir die Zustimmung und die Zeit, ein einheitliches Konzept in Afrika für den Schutz der Elefanten zu entwickeln. Der Wehrmutstropfen ist der Verkauf von weiterem Elfenbein aus Lagerbeständen".

Kenia und Mali hatten ursprünglich bei der Konferenz eine 20-jährige Ruhephase für Elefanten vorgeschlagen ohne weitere Elfenbeinverkäufe. Um auch Länder aus dem südlichen Afrika und die EU für den Elefantenschutz zu gewinnen, versuchte Kenia einen Kompromiss auszuhandeln.

Lange Zeit schien das nicht möglich. Deutschland und die EU unterstützten zunächst mehr die Position der Elfenbeinhändler im reicheren südlichen Afrika. Doch im Laufe der letzten Verhandlungstage bewegten sich die Delegierten aufeinander zu.

Andreas Dinkelmeyer | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.ifaw.org

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