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Bundesumweltministerium fördert Schutzprojekt für Fledermäuse in der Eifel „Mayener Grubenfeld“ in Rheinland-Pfalz

08.05.2007
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat heute der Förderung des Naturschutzgroßprojektes „Mayener Grubenfeld“, einem der bedeutendsten Fledermausvorkommen Mitteleuropas, durch den Bund zugestimmt. An den geplanten Kosten von rund 4,6 Millionen Euro beteiligt sich der Bund zu 60 Prozent.

Projektträger ist der Landesverband Rheinland-Pfalz des Naturschutzbund NABU, der sich neben dem Land Rheinland-Pfalz an der Finanzierung des Projektes beteiligt. Das Vorhaben wird vom Bundesamt für Naturschutz betreut.

Das Vorhaben umfasst ein rund sieben Hektar großes Gebiet im nördlichen Rheinland-Pfalz. Der ehemalige Basalt-Untertagebau mit einem weit verzweigten Stollensystem ist Lebensraum für ein über die Grenzen der Bundesrepublik Deutschland hinaus bedeutendes Fledermausvorkommen. „Damit setzen wir unsere international eingegangen Verpflichtungen und die vereinbarten Erhal-tungsmaßnahmen zum Schutz von Fledermäusen an einer der wichtigsten Lebensstätten dieser Tiere um“, sagte Gabriel.

In den unterirdischen Basaltgruben leben fünfzehn zum überwiegenden Teil streng geschützte Fledermausarten mit mehren Hundert bis Tausend Individuen je Art. Im Zuge des Projekts sollen akut vom Einsturz gefährdete Teile des Stollensystems erworben und die erforderlichen Sicherungsmaßnahmen eingeleitet werden. Im Rahmen einer ersten Projektphase bis Ende 2007 werden ein Pflege- und Entwicklungsplan erstellt und Informationsmaßnahmen durchgeführt. Konkrete Sicherungs- und biotoplenkende Maßnahmen sind für eine sich anschließende zweite Projektphase vorgesehen.

Das Projekt „Mayener Grubenfeld“ gehört zu derzeit 28 gesamtstaatlich repräsentativen Naturschutzgroßprojekten, die vom Bund im Rahmen eines besonderen Förderprogramms mit insgesamt rund 14 Millionen Euro jährlich finanziell unterstützt werden. Erfolgreich abgeschlossen wurden bislang 37 derartige Projekte.

Michael Schroeren | BMU-Pressereferat
Weitere Informationen:
http://www.bmu.de/presse

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