Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutsche Umwelthilfe und T-Mobile sammeln 30.000 Alt-Handys für "Lebendige Flüsse"

01.03.2007
Ausrangierte Handys werden umweltfreundlich recycelt oder repariert und wieder verwendet - Sondersammelaktion in und um Stuttgart bringt rund 80.000 Euro Recyclingerlös für Naturschutz-projekte am Neckar und anderen "Lebendigen Flüssen"

Die von der Deutschen Umwelthilfe e.V. (DUH) und T-Mobile Deutschland in Zusammenarbeit mit der Deutschen Post ge-startete Althandy-Sammelaktion der letzten Wochen brachte einen überwältigenden Sammelerfolg: Insgesamt mehr als 30.000 Alt-Handys kamen zusammen. Die Alt-Handys werden nun von einem qualifizierten Entsorgungs-Unternehmen fachgerecht recycelt oder repariert und weiter genutzt.

Verbraucherinnen und Verbraucher konnten ihre ausrangierten Handys kostenlos mit den Anfang Januar an alle Haushalte im Postleitzahlenbereich 7 verteil-ten Sammeltüten auf dem Postwege "entsorgen" - und das zum Nutzen von Umwelt und Natur. Mehr als 30.000 eingesendete Geräte zeigen den großen Erfolg der Aktion. Darüber hinaus wurden bislang fast 3000 zusätzliche Recyclingtüten bei der Deutschen Umwelthilfe nachbestellt. Der Zustrom an Alt-Handys dürfte zum Wohl der Umwelt also anhalten.

Ausgangspunkt der Aktion ist die Erkenntnis, dass alte Handys viel zu schade sind für den Müll. Sie enthalten einerseits wertvolle Rohstoffe, die wieder gewonnen werden können und sind andererseits mit Schadstoffen belastet, die unbedingt einer umweltgerechten Entsorgung bedürfen. Die Deutsche Umwelthilfe und T-Mobile bedanken sich bei den Bürgerinnen und Bürgern für alle abgegebenen Handys. Sie sind gleichzeitig ein Geschenk für den Erhalt von Natur und Umwelt.

Die Handy-Sammelaktion wird seit 2003 gemeinsam von DUH und T-Mobile durch-geführt. T-Mobile spendet für jedes zurückgegebene Alt-Handy einen festen Beitrag an die Deutsche Umwelthilfe. So konnten bereits zahlreiche Projekte im Umwelt- und Naturschutz im gesamten Bundesgebiet umgesetzt werden. Die DUH unterstützt Projekte wie den "Lebendigen Neckar", aber auch die "Lebendigen Flüsse" insgesamt. Zu diesem Netzwerk gehören andere Flussnetzwerke an Donau, Rhein, Elbe und Weser. Darüber hinaus profitieren auch Projekte der Aktion "Lebendige Wälder". Auch das weltweit koordinierte Seennetzwerk "Living Lakes" des Global Nature Fund mit insgesamt 45 assoziierten Seen rund um den Globus wird aus den Erlösen der Alt-Handy-Sammlung finanziell unterstützt.

Im Rahmen der jetzt durchgeführten Sonder-Sammelaktion rechnet die Deutsche Umwelthilfe mit einem Sammelerlös von rund 80.000 Euro. Damit soll neben weiteren Projekten auch das Neckar-Naturschutzprojekt in den kommenden Jahren weiter gefördert werden. Ziel ist die Wiederbelebung des belasteten Flusses und die Durchführung lokaler Aktionen zur Renaturierung naturnaher Flussabschnitte. Das Neckar-Projekt wurde vor neun Jahren gemeinsam von der DUH, dem Naturschutz-bund Deutschland e.V. (NABU) und dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) mit dem Ziel gestartet, entlang des in weiten Teilen durch den Menschen stark veränderten Neckars neue Lebensräume entstehen zu lassen. Die Deutsche Umwelt-hilfe unterstützte die Projektpartner am Neckar in den vergangenen Jahren bereits mit insgesamt rund 50.000 Euro, unter anderem aus Erlösen des Handy-Recyclings.

Jörg Dürr-Pucher, DUH-Generalbevollmächtigter: "Der große Erfolg unserer Sammlung zeigt, dass die Verbraucher inzwischen hoch sensibilisiert sind: Sie wollen Ressourcen schonen und sich für die Umwelt einsetzen. Mit unserer Handy-Sammlung wird die Lebensdauer vieler Geräte verlängert und insgesamt die Umweltbelastung und der Rohstoffeinsatz verringert. Zudem können mit dem Erlös große und kleine Naturschutzprojekte realisiert werden. Dafür sagen wir allen Teil-nehmerinnen und Teilnehmern an der Aktion ´Danke!´"

Fritz Lauer, Leiter der Abteilung für Umwelt und Nachhaltigkeit bei T-Mobile Deutschland: "Die gemeinsame Handyrecycling-Aktion mit der Deutschen Umwelt-hilfe zeigt, dass das Engagement für Umwelt und Naturschutz von T-Mobile ernst gemeint ist. Wir setzen uns nicht nur für das Recycling und die Weiterverwendung von Handys ein, sondern leisten auch darüber hinaus zum Beispiel durch die Förderung von Naturschutzprojekten einen nachhaltigen Beitrag zum Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen."

Über die Großaktion hinaus können auch Naturschutzverbände und Jugendgruppen weiterhin die bewährte Althandy-Sammlung zur Finanzierung eigener Naturschutz-projekte nutzen. Unter ihnen hat die DUH bereits viele Unterstützer. Der in Radolfzell am Bodensee ansässige Umweltverband bietet Verbänden, ökologisch engagierten Gruppen aber auch Schulen an, bei der Handysammlung mitzumachen. Den Sammelgruppen verbleibt die Hälfte des Handy-Erlöses.

Alt-Handys können selbstverständlich über die zeitlich und räumlich begrenzte Sonderaktion hinaus eingeschickt werden. Die Sammeltüten sind unter www.duh.de oder telefonisch unter Tel.: 07732 9995 0 zu bestellen.

Jörg Dürr-Pucher | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.duh.de

Weitere Berichte zu: Alt-Handy DUH Fluss Handy Lebendigen Naturschutz T-Mobile

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Forscher untersuchen Pflanzenkohle als Basis für umweltfreundlichen Langzeitdünger
20.10.2017 | Eberhard Karls Universität Tübingen

nachricht Den Trends der Umweltbranche auf der Spur
17.10.2017 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher untersuchen Pflanzenkohle als Basis für umweltfreundlichen Langzeitdünger

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

„Antilopen-Parfüm“ hält Fliegen von Kühen fern

20.10.2017 | Agrar- Forstwissenschaften

Aus der Moosfabrik

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie