Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Verringerung von Einflüssen der Landwirtschaft auf die Umwelt

21.02.2007
Die CUTEC GmbH hat erfolgreich demonstriert, dass die Ozonisierung eine praktikable Alternative ist, wenn es um die Reinigung landwirtschaftlicher Abwässer von unerwünschtem organischen Inhalt geht.

Die Landwirtschaft bildet einen wesentlichen Teil der europäischen Wirtschaft. Der Umwelteinfluss der Landwirtschaft ist in den letzten Jahren verstärkt überprüft wurden. Die Nahrungsmittelindustrie, zum Beispiel, erzeugt eine beträchtliche Menge an Abwasser. Die europäische Gesetzgebung schreibt vor, dass es vor der Abgabe an die Umwelt behandelt werden muss.

Die Abwasserbehandlung ist ein kostenintensives und zeitaufwendiges Verfahren, aber ein deutsches Unternehmen fand heraus, dass die Ozonisierung dies verändern kann. Ihre Arbeit bildete einen Teil des AGROIWATECH-Projekts, das vom INCO 2-Programm finanziert wird. Dieses dient dazu, die Zusammenarbeit mit den Entwicklungsländern und neuen unabhängigen Staaten zu verbessern.

Die Abwässer der Agrarindustrie enthalten oft große Mengen an organischem Material, das durch hohe Werte beim chemischen Sauerstoffbedarf (CSB) und der koloniebildenden Einheit (KBE) gekennzeichnet ist. Allgemeine Behandlungsmethoden umfassen eine Umkehrosmose (RO - Reverse Osmosis), Bestrahlung mit ultraviolettem (UV) Licht und die Zugabe von Chlor in den Abwasserstrom.

Im Rahmen von AGROIWATECH setzte die CUTEC GmbH das stark verschmutzte Abwasser einer Kartoffelverarbeitungsanlage der Ozonisierung aus. Bei Erstprüfungen verringerten sich die CSB- und KBE-Werte um 20 %. CUTEC gelang es auf bemerkenswerte Weise, den Abbau auf 70 % zu steigern, indem es die Reaktion mit Wasserstoffperoxid katalysierte. Die KBE-Werte verringerten sich auffällig, nachdem das Abwasser dem Ozon nur wenige Minuten lang ausgesetzt wurde.

Diese Ergebnisse lassen vermuten, dass die Ozonisierung eine wichtige Rolle spielen kann, um Kartoffelabwässer in wieder verwendbare Nebenprodukte umzuwandeln. CUTEC hebt hervor, wenn das Wasser für die Verwendung in der Nahrungsmittelproduktion wieder aufzubereiten ist, man gewährleisten muss, dass die Eigenschaften der Wasserqualität mit den europäischen Richtlinien übereinstimmen.

Michael Sievers | ctm
Weitere Informationen:
http://www.cutec.de

Weitere Berichte zu: Abwasser KBE-Werte Ozonisierung Verringerung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Müll in den Weltmeeren überall präsent: 1220 Arten betroffen
23.03.2017 | Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

nachricht Internationales Netzwerk bündelt experimentelle Forschung in europäischen Gewässern
21.03.2017 | Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise