Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Leben mit Wölfen möglich

09.02.2007
Bundesamt für Naturschutz:
o Leben mit Wölfen möglich
o Leitfaden zum Umgang mit Wölfen in Deutschland veröffentlicht

"Ein Leben mit Wölfen in Deutschland ist möglich. Pauschallösungen für den Umgang mit dem streng geschützten Wolf gibt es allerdings nicht", sagte der Präsident des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), Prof. Dr. Hartmut Vogtmann, anlässlich der Veröffentlichung "Leben mit Wölfen. Leitfaden für den Umgang mit einer konfliktträchtigen Tierart in Deutschland".

Die neue Veröffentlichung enthält Hintergrundinformationen und stellt ausführlich fachliche Grundlagen und Vorschläge für ein Wolfsmanagement in Deutschland dar. Mit Hilfe von GIS-Analysen wurde die Eignung verschiedener Regionen Deutschlands für eine Etablierung von Wölfen untersucht: Vor allem im Nordosten des Landes, in den Mittelgebirgen und im Südosten sind dem derzeitigen Verbreitungsgebiet vergleichbare Flächen häufig. Neben den Konfliktpotentialen in Bezug auf die Nutztierhaltung und die öffentliche Sicherheit wird auch der Aspekt "Wolf-Wild-Jagd" behandelt sowie Lösungsansätze hierzu dargestellt.

"Besonders wichtig sind die Erarbeitung und Umsetzung eines bundesweit abgestimmten Konzeptes für Prävention und Kompensation von Nutztierverlusten, eine intensive Öffentlichkeitsarbeit und eine enge Zusammenarbeit mit den betroffenen Interessengruppen, um eine dauerhafte Etablierung der Wölfe in Deutschland zu ermöglichen", erläuterte BfN-Präsident Vogtmann. "Die vor Jahren nach Deutschland zurückgekehrten Wölfe in der Lausitz haben gezeigt, dass bei einem guten Management ein Miteinander von Mensch und Wolf keine größeren Probleme bereitet."

... mehr zu:
»BfN »Interessengruppen »Tierart »Wölfen

Der Leitfaden wurde im Rahmen des vom BfN mit Mitteln des Bundesumweltministeriums geförderten Forschungsvorhabens "Fachkonzept für ein Wolfsmanagement in Deutschland" vom Staatlichen Museum für Naturkunde Görlitz und dem Wildbiologischen Büro LUPUS erarbeitet. Er soll als fachliche Grundlage für die Entwicklung eines zwischen den zuständigen Behörden und Interessengruppen abgestimmten Managementplanes für Wölfe in Deutschland dienen.

Hintergrund:

Der Wolf (Canis lupus) ist eine der am stärksten emotional befrachteten Tierarten. Jahrhunderte lang wurde er verfolgt und in weiten Teilen Nord- und Mitteleuropas ausgerottet. Erst in den letzten Jahrzehnten begannen sich verschiedene Populationen durch Schutz und Schonzeiten zu erholen. In den letzten 20 Jahren kehrten Wölfe sogar wieder in Gegenden zurück, in denen sie vorher ausgerottet worden waren - auch Deutschland ist ein solches neues, altes Wolfsgebiet.

Hinweis:

Auf der Tagung "Wer hat Angst vorm bösen Wolf?" des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit am 13.2.2007 in Berlin wird der Leitfaden der Öffentlichkeit vorgestellt.

(http://www.bmu.de/artenschutz/aktuell/doc/38379.php) Die Autorinnen und Vertreter des BfN werden ebenfalls anwesend sein und für evtl. Rückfragen zur Verfügung stehen.

Bezug:
Der Leitfaden kann außerdem beim BfN bezogen werden:
Ilka Reinhardt & Gesa Kluth: Leben mit Wölfen. Leitfaden für den Umgang mit einer konfliktträchtigen Tierart in Deutschland. BfN-Skripten Band 201, 2007.
Internet (PDF): http://www.bfn.de/0502_skripten.html
Telefon: 0228-8491-4444
sowie als PDF auf der Homepage des Kontaktbüros Wolfsregion Lausitz [http://www.wolfsregion-lausitz.de] abgerufen werden.
Weitere Kontaktadressen:
Staatliches Museum für Naturkunde Görlitz (SMNG)
Postfach 300154
D-02826 Görlitz
Wildbiologisches Büro LUPUS
Ilka Reinhardt & Gesa Kluth
Dorfstr. 16
D-02979 Spreewitz
Tel. 035727-57762

Franz August Emde | idw
Weitere Informationen:
http://www.bmu.de/artenschutz/aktuell/doc/38379.php
http://www.wolfsregion-lausitz.de

Weitere Berichte zu: BfN Interessengruppen Tierart Wölfen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Ein neuer Indikator für marine Ökosystem-Veränderungen - der Dia/Dino-Index
21.08.2017 | Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

nachricht Fernerkundung für den Naturschutz
17.08.2017 | Hochschule München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Studie für Patienten mit Prostatakrebs: Einteilung in genomische Gruppen soll Therapie präzisieren

21.08.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Forscher entwickeln zweidimensionalen Kristall mit hoher Leitfähigkeit

21.08.2017 | Physik Astronomie

Ein neuer Indikator für marine Ökosystem-Veränderungen - der Dia/Dino-Index

21.08.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz