Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Navicula eröffnet neue Möglichkeiten

31.01.2007
Im Bereich des Wilhelmshavener Forschungszentrums Terramare gibt es - der ICBM-Meeresstation der Universität Oldenburg unterstellt - ein neues Dienstfahrzeug. Im Februar wird es zu seinen ersten Dienstfahrten auslaufen.

Navicula, so heißt eine im Wattenmeer vorkommende Kieselalgengattung. Der aus dem Lateinischen stammende Name beschreibt die Gestalt ihrer Vertreter: Es ist die von kleinen Schiffchen. "Navicula", so heißt auch ein neues wissenschaftliches Arbeitsgerät für das Wattenmeer, das - der ICBM-Meeresstation unterstellt - in Kürze den Wissenschaftlern der Universität Oldenburg, im Terramare-Bereich sowie darüber hinaus zur Verfügung stehen wird. Und auch hier gibt der Name Aufschluß über die Natur des Geräts: Es handelt sich um ein neues Dienstboot.

Fertiggestellt wurde es Mitte Dezember nach etwa einem halben Jahr Bauzeit bei Feltz-Boote in Hamburg. Die kleine Finkenwerder Werft hat sich auf Vollaluminiumkonstruktionen im Segel- und Gebrauchsbootbereich spezialisiert. - Am 19. Dezember des vergangenen Jahres wurde "Navicula" nach Wilhelmshaven überführt. Das speziell für die Flachmeerforschung konzipierte "Schiffchen" hat es in sich: Bei sechseinhalb Meter Länge und etwa zweieinhalb Meter Breite schwankt der geringe Tiefgang, je nach Beladungszustand, um einen knappen halben Meter - wichtig für Arbeiten im Flachwasserbereich. Das Boot kann 10 Personen, oder alternativ fünf Mann Besatzung plus etwa 400 Kilo Zuladung aufnehmen. Der feste Fahrstand bietet - vor allem bei schlechtem Wetter - bis zu fünf Personen Schutz und verfügt u.a. über eine Standheizung sowie 230 und 12 V Anschlüsse für wissenschaftliche Geräte und Computer. Neben einer großen Arbeitsfläche findet sich ein speziell für Tauchereinsätze ausgestattetes Heck, das auch der seit vergangenen Jahr organisatorisch der ICBM-Meeresstation zugehörigen wissenschaftlichen Tauchergruppe der Universität Oldenburg zugute kommen wird. Ein 115 PS Diesel-Inboard-Motor kann "Navicula" auf etwa 20 Knoten beschleunigen.

Derzeit erhält das Boot in Wilhelmshaven eine zusätzliche Spezialausstattung für die wissenschaftliche Arbeit. Dazu gehören ein Kran und ein sogenannter ADCP. Mit diesem "Acoustic Doppler Current Profiler", einer Art Echo-Lot, können dreidimensionale Profile von Meeresströmungen erstellt werden.

Anfang Februar werden die Ausrüstungsarbeiten abgeschlossen sein. Dann steht das Boot mit Basis in Neuharlingersiel während der Laufzeit der Forschergruppe Watt zunächst vor allem den ihr angehörenden Wissenschaftlern zur Verfügung.

Dr. Sibet Riexinger | idw
Weitere Informationen:
http://www.icbm.de/meeresstation/
http://www.icbm.de/watt

Weitere Berichte zu: ICBM-Meeresstation Navicula Wattenmeer

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Frühwarnsignale für Seen halten nicht, was sie versprechen
05.12.2016 | Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

nachricht Besserer Schutz vor invasiven Arten
15.11.2016 | Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

05.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Fraunhofer WKI koordiniert vom BMEL geförderten Forschungsverbund zu Zusatznutzen von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen

05.12.2016 | Förderungen Preise

Höhere Energieeffizienz durch Brennhilfsmittel aus Porenkeramik

05.12.2016 | Energie und Elektrotechnik