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Die virtuelle Realität dient zur Wissensaneignung über die Verschmutzung von Seen

25.01.2007
Zur Stärkung des Umweltbewusstseins wurde ein Experiment zur Seeverschmutzung entwickelt, das auf ein Computerspiel zurückgreift.

Die konstruktivistische Theorie des Lernens betrachtet im Wesentlichen den Begriff des Wissens als einen aktiven Prozess, der von dem Lernenden aufgebaut wird. Dies bedeutet, dass das Lernen mehr als nur ein Prozess eines einfachen Wissenstransfers von einer Person zu einer anderen darstellt. Auf diese Weise bauen Lernende ihr eigenes Wissen über das Ausprobieren von Ideen und Vorgehensweisen auf, die auf ihren vorherigen Kenntnissen und Erfahrungen beruhen. Diese wenden sie dann auf neue Situationen an. Für das Lernen relevante Aktivitäten, die aus Problemlösung und kritischem Denken bestehen, unterstützen diesen Prozess.

Unter diesem Ansatz verleiht das europäische Forschungsprojekt Lab@Future eben jenen Begriff eine neue Dimension, indem es ein Experiment zur Seeverschmutzung entwickelt hat, welches das Umweltbewusstsein stärken soll. Schüler bzw. Studenten können sich über den Einsatz von einem Computerspiel, das auch als Seeverschmutzungsspiel bezeichnet wird, zu dem Thema bilden, z. B. wo die in einem Süßwassersee auftretenden Prozesse untersucht werden können. In den Verfahren ist die Regulierung des Sauerstoffgehalts sowie der potenziell schädlichen Substanzen im Wasser integriert.

Das Spiel findet in einer virtuellen Realität statt und kann in einem Modus für einen Einzelbenutzer sowie für mehrere Benutzer gespielt werden. Der Benutzer navigiert als Pilot eines Raumschiffs. Das Raumschiff erscheint in Form eines Tiers, um das lebende System darzustellen. Das Ziel des Spiels für den Benutzer ist es, in der virtuellen Welt zu überleben. Der Benutzer benötigt Energie, die er von der Fabrik erhält, die jedoch auch zur Verschmutzung des Sees führt. Der Benutzer ist in der Lage, die Kettenreaktion nachzuvollziehen, da die Verschmutzung des Sees zu viele Gesundheitsprobleme für den Benutzer verursacht. Dies ist anhand der veränderlichen Transparenzstufen der Sprites zu erkennen und wird auch über den Monitorbildschirm angezeigt.

Demzufolge ist die grundlegende Botschaft des Spiels, dass man nicht einfach leben kann, ohne sich um die Umwelt zu bemühen, da dies aufgrund der zunehmenden Verschmutzung zu Krankheit führt. Somit muss der Benutzer einen Weg finden, um den See für dessen Überleben zu säubern. Es findet bereits eine aktive Zusammenarbeit mit mehreren Schulen in Slowenien statt und dieses Netzwerk könnte zur Verbreitung wertvoller Anwendungen und Dienstleistungen genutzt werden.

Tomaz Amon | ctm
Weitere Informationen:
http://www.bioanim.com

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