Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Quantifizierung der Strahlenexposition anhand von Überwachungsdaten

27.12.2006
Die Strahlenexposition kann nicht direkt gemessen werden, sondern ist aus Überwachungsdaten abzuleiten. Durch das IMIE-Programm sollen Richtlinien für die Bewertung einer Strahlenexposition aus Überwachungsdaten entstehen.

Unter der Schirmherrschaft des im Zuge des Euratom-Forschungs- und Ausbildungsprogramms finanzierten IDEAS-Projekts wurde das IMIE-Programm entwickelt. IMIE (Individual Monitoring of the Internal Exposure - Individuelle Überwachung der internen Exposition) ist ein Computercode, der für die retrospektive Dosimetrie entwickelt wurde.

Dabei wird nach der Exposition die erhaltene Strahlendosis eines Einzelnen untersucht. Dieses Programm betrifft die Rekonstruktion mehrfacher Aufnahmen auf der Grundlage des am Körper angebrachten Zählers oder der Biotest-Daten und der bekannten Exposition. Bei der Bewertung einer Strahlenexposition müssen viele verschiedene Faktoren beachtet und eingeschätzt werden: Aufnahmeweg (durch Einatmen oder Nahrungsaufnahme), Art oder Arten der vorhandenen radioaktiven Stoffe, Expositionszeit und, ob die Exposition chronisch oder akut ist. Dieses Programm soll Daten über die Auswirkungen von bekannten Expositionsbedingungen liefern und Vergleiche zwischen verschiedenen Szenarien zulassen. Für den Computercode müssen mehrere Variable eingegeben werden.

Dazu zählen die beteiligten Radionuklide, Messungen zum Ausmaß der Exposition anhand von Kot, Urin oder der Lunge bzw. einer Kombination daraus sowie der Aufnahmeweg. Das Programm analysiert alle Parameterkombinationen zur Ermittlung des am besten geeigneten Szenarios. IMIE verfügt über eine Windows-ähnliche Gestaltung und ist auch mit Windows-Systemen kompatibel. Die grafische Darstellung dient für Daten und Analysen, außerdem ist eine gleichzeitige Analyse von Mehrfachdatensätzen möglich. Die Dosisaufnahme wird mittels mathematischer Modelle berechnet und die Daten erscheinen in Tabellen- oder Diagrammform.

Durch das Programm erhält der Benutzer die Möglichkeit zur Analyse und Auswertung der Biotestmessungen als einzige Tools zur Bewertung einer radioaktiven Exposition. Durch eine routinemäßige Anwendung des Programms kann eine standardisierte Bewertung erhaltener Dosen erfolgen.

Gennadij Ratia | ctm
Weitere Informationen:
http://rpi.kiev.ua/

Weitere Berichte zu: Computercode Exposition IMIE Strahlenexposition Überwachungsdaten

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Fernerkundung für den Naturschutz
17.08.2017 | Hochschule München

nachricht "Brauchen wir das?" Auf dem Weg zu einer umweltgerechten Bedarfsprüfung von Infrastrukturprojekten
09.08.2017 | Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie