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Bundesumweltminister Jürgen Trittin präsentiert Ergebnisse der KfW-Umweltförderung 2001

07.02.2002


KfW steigert Umweltfoerderung um 1 Milliarde Euro

Gemeinsam mit Bundesumweltminister Jürgen Trittin präsentierte der KfW-Umweltvorstand Detlef Leinberger am Mittwoch die Fördermaßnahmen der KfW für den nationalen und internationalen Umweltschutz in 2001. Um den drängendsten heutigen Umweltproblemen - allen voran, dem Klimawandel, - zu begegnen, bietet die KfW in allen Geschäftsfeldern Finanzierungsinstrumente für den Umweltschutz an.

Insgesamt hat die KfW im letzten Jahr für den nationalen und internationalen Umwelt- und Klimaschutz Kredite in Höhe von 5,6 Mrd EUR zugesagt - rund 16 Prozent der gesamten Zusagen. "Besonderen Anteil hieran hatte die inländische Investitionsfinanzierung mit ihren Förderschwerpunkten: gewerblicher Umweltschutz, Förderung erneuerbarer Energien, Energieeinsparungen im Gebäudebereich und kommunale Umwelt-Infrastrukturinvestitionen.", sagte Leinberger. "Neben der aktiven Umweltförderung haben wir uns verpflichtet sicherzustellen, dass von den mitfinanzierten Projekten keine nachteiligen Auswirkungen auf die Umwelt ausgehen."

Bei der Investitionsfinanzierung trafen alle Umweltförderprogramme der KfW trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes auf große Nachfrage, so dass im Jahr 2001 Kredite für Umweltschutzmaßnahmen über insgesamt 4,1 Mrd Euro zugesagt werden konnten - 1 Mrd Euro mehr als im Jahr zuvor.

"Dabei spielt der Klimaschutz eine herausragende und im Jahr 2001 weiter gestärkte Rolle. Insgesamt kommen rund 2,6 Mrd EUR dem Klimaschutz zugute. Die KfW trägt damit substanziell zum nationalen Klimaschutzprogramm bei.", hob Detlef Leinberger hervor. Durch Energieeinsparmaßnahmen, die im Rahmen der Wohnraumprogramme gefördert wurden, habe sich der jährliche CO2-Ausstoß zum Beispiel um 7 Mio t verringert.

Dies sei mehr als ein Fünftel dessen, was im Gebäudebereich einzusparen ist, wenn man das 25 Prozent-CO2-Reduktionsziel der Bundesregierung auf diesen Sektor herunterbreche.

In allen Programmen zur Förderung erneuerbarer Energien verzeichnet die KfW ein starkes Wachstum. Detlef Leinberger führte ein Beispiel an: "Alleine über das 100.000 Dächer-Solarstrom-Programm wurde in den letzten drei Jahren die Installation von gut 30.000 Photovoltaik-Anlagen gefördert. Alle Dächer einer mittleren Kleinstadt ließen sich folglich hiermit ausstatten! Zugleich konnte durch unsere Förderung ein signifikanter Kostenrückgang in der Produktion von Photovoltaikanlagen bewirkt werden."

In 2001 kam die Hälfte des KfW-Zusagevolumens bei der Finanziellen Zusammenarbeit mit den Entwicklungsländern Umweltprojekten und Vorhaben mit signifikanten positiven Umweltwirkungen zugute. Insgesamt flossen rund 700 Mio Euro, vor allem in die Förderbereiche Abwasser- und Abfallentsorgung, Schutz natürlicher Ressourcen, umweltfreundliche Energieversorgung sowie in Umweltschutzinvestitionen kleiner und mittlerer Unternehmen.

"In dem Geschäftsfeld der Export- und Projektfinanzierung finanzieren wir zahlreiche Projekte, die unmittelbar positive Beiträge zur Umweltentlastung leisten. Die Bandbreite unserer letztjährigen Umweltprojekte reicht dabei von Windenergievorhaben im Inland über ein hoch modernes Gas- und Dampf-Kraftwerk in den Vereinigten Arabischen Emiraten bis zu einer Abwasserkläranlage in Zagreb."

Detlef Leinberger schloss seinen Bericht mit einem Blick in die Zukunft: "Wir arbeiten stetig an der Verbesserung der Qualität unserer Umweltförderung und werden auch künftig zu unserer Verantwortung für den Umweltschutz - und insbesondere für den Klimaschutz - stehen!"

Verena Tobeck | ots

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