Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Flussauen - in Zeiten des Klimawandels unverzichtbar für den Hochwassserschutz

20.11.2006
Anlässlich der UNECE-Wasserkonferenz vom 20. - 22. November in Bonn erklärt das BfN:
  • Flussauen - in Zeiten des Klimawandels unverzichtbar für den Hochwasserschutz
  • Rückgewinnung von Auen ist für die Stabilisierung des Wasserhaushaltes notwendig

"Flussauen sind für den Hochwasserschutz unverzichtbar", betonte der Präsident des Bundesamtes für Naturschutz, Prof. Dr. Hartmut Vogtmann, anlässlich der Eröffnung der 4. Vertragsstaatenkonferenz der Wasserkonvention der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen (Economic Commission for Europe, UNECE).

"Technische Maßnahmen allein reichen nicht aus, um die Risiken künftiger Hochwasserereignisse zu mindern. Grenzüberschreitend müssen die Chancen zur Wiederherstellung von naturnahen Gewässern einschließlich ihrer Flussauen genutzt werden", so Vogtmann weiter. Es sei notwendig, den Schutz und die Wiederherstellung der Flussauen gerade in Zeiten des Klimawandels als Verbündeten des Hochwasserschutzes in der Öffentlichkeit und bei den Entscheidungsträgern in Politik und Verwaltung stärker zu verankern.

Vogtmann hob hervor, dass die Wiedergewinnung und Renaturierung durchflossener Auen im Hinblick auf den Klimawandel eine wichtige Vorsorgefunktion übernehme. Gerade die hochgradig dynamischen Ökosysteme der Flussauen seien geeignet, flexibel auf die mit dem Klimawandel verbundenen Veränderungen des Wasserhaushaltes zu reagieren. "Die noch vorhandenen Abschnitte naturnaher und frei fließender Flüsse, wie an der Donau und an der Elbe, müssen unbedingt erhalten bleiben, an anderen Flüssen sollten die Auen wiederhergestellt werden" betonte Vogtmann.

In vielen Ländern gebe es bereits gute Programme zum Schutz der Auen, die genutzt werden müssten. Dort, wo es möglich ist, sind gezielt Flächen für die Ausuferung der Flüsse zurück zu gewinnen, um den Flüssen wieder mehr Raum zu geben. Damit werde nicht nur das Hochwasserrisiko gemindert, sondern auch ein wesentlicher Beitrag zum Schutz der heimatlichen Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten geleistet. Flüsse und Flussauen beherbergen allein in Europa ca. 12.000 Arten. Sie sind damit so genannte "hot spots" der biologischen Vielfalt und Hauptadern des europaweiten Biotopverbundes.
Hinweis:
Am 23. Januar 2007 findet im Rahmen des 100jährigen Jubiläums "Naturschutz als Staatsaufgabe" ein Kinder und Jugend Naturschutzform in Bonn statt. Im BfN werden Delegationen von Schulklassen mit Bundesumweltminister Sigmar Gabriel über die "Zukunft mit Natur" beraten.

Franz August Emde | idw
Weitere Informationen:
http://www.bfn.de

Weitere Berichte zu: Auen Fluss Flussauen Klimawandel

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Sauerstoffkrisen in der Adria sind nicht nur vom Menschen verursacht
28.03.2017 | Universität Wien

nachricht Müll in den Weltmeeren überall präsent: 1220 Arten betroffen
23.03.2017 | Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Nachwuchswissenschaftler blicken in die Quantenwelt

28.03.2017 | Seminare Workshops

Warum der Brennstoffzelle die Luft wegbleibt

28.03.2017 | Biowissenschaften Chemie