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Grünes Band statt Todesstreifen

17.11.2006
Was für den Menschen tödlich war, entpuppte sich für die Natur als Segen: Entlang des Grenzstreifens am ehemaligen Eisernen Vorhang hat sich von der Barentssee bis zum Schwarzen Meer eine über 8.500 Kilometer lange, weltweit einzigartige Kette von Biotopen entwickelt.

Im Schatten der Grenzzäune und Wachtürme konnte sich die Natur frei entfalten. Nun, da sich West- und Osteuropa wieder angenähert haben, soll dieses Grüne Band erhalten bleiben.

Wie die Zeitschrift natur+kosmos in ihrer Dezemberausgabe berichtet, arbeiten unter Federführung der Weltnaturschutzunion IUCN der Bund Naturschutz Deutschland (BUND), die Stiftung Euronatur und viele lokale Naturschutzgruppen zusammen, um die Bevölkerung über den Wert dieser Lebensräume aufzuklären, mit den jeweiligen Regierungen Schutzkonzepte und mit den Bewohnern nachhaltige Nutzungsmöglichkeiten zu erarbeiten.

Anlässlich des EU-Beitritts von Rumänien und Bulgarien im Januar 2007 hat natur+kosmos einige dieser einzigartigen Landschaften besucht. So zum Beispiel die Auen des Grenzflusses Pasvik im Dreiländereck Norwegen/Finnland/Russland. Hier wachsen die nördlichsten Kiefernwälder der Welt. 19 Organisationen aus allen drei Ländern arbeiten gemeinsam daran, die Natur der Region genau zu untersuchen und vor den Schadstoffen eines russischen Nickel-Bergwerks und der Überweidung durch die Rentierhaltung zu schützen. Ein anderes Beispiel findet sich in der deutschen Altmark.

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Dort führen Mitarbeiter des BUND Ökotouristen auf spannende Touren durch die erhalten gebliebenen Feuchtwiesen und Auen der Region - einer urigen Landschaft, in der uralte Weiden stehen und Kraniche brüten. Oder in Bulgarien: Hier züchtet ein Projektpartner von Euronatur Karakachan-Hirtenhunde, eine alte Rasse, die besonders gut geeignet ist, Schafe vor Wölfen zu schützen - anstatt die Wölfe abzuschießen.

Jan Berndorff | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.natur.de

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