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Millionen Menschen trinken täglich Arsen

13.11.2006
Filtermethoden oft zu teuer

Arsen im Trinkwasser ist in vielen Länder der Erde ein großes Problem. Da Arsen auf Grund geologischer Gegebenheiten in das Trinkwasser gelangt, gibt es keinerlei Möglichkeiten, den Prozess zu verhindern. Alleine in Bangladesh leiden nach Schätzung der WHO zwischen 35 und 77 Mio. Menschen an einer chronischen Arsenvergiftung. Die Wissenschaft bemüht sich immer wieder um Filtermethoden, doch meist handelt es sich dabei um sehr kostspielige Lösungen. Wissenschaftler aus Houston, Texas arbeiten nun an einer kostengünstigen Methode, um Arsen aus dem Trinkwasser zu filtern.

Der jahrelange Konsum von arsenhaltigem Trinkwasser führt zu verschiedenen Krebserkrankungen wie Hautkrebs aber auch zu Lebererkrankungen wie Leberzirrhose. Weltweit gesehen sind zahlreiche Länder wie Bangladesh, Indien, Taiwan und Chile aber auch Teile von Nordamerika betroffen. "Arsen gelangt auf natürlichem, geologischem Weg in das Trinkwasser", erklärt Kevin Francescoi, Universitätsprofessor für Analytische Chemie an der Universität Graz, auf Anfrage von pressetext. Daher ist die geographische Verteilung der betroffenen Länder so weitläufig.

Das Hauptproblem dabei ist, dass das Arsen nicht durch abkochen aus dem Wasser entfernt werden kann. "Es gibt verschiedene Methoden, Arsen aus dem Wasser zu filtern. Diese sind aber sehr kostspielig und zeitaufwendig", erläutert Francesconi. Da sich die betroffenen Länder diese Techniken meist nicht flächendeckend leisten können, trinken die Menschen das arsenhaltige Wasser trotzdem. Die Folgen sind die Zersetzung der Haut und in weiterer Folge Krebs.

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Wie Francesconi anmerkt, gibt es verschiedne Projekte, wie etwa in Bangladesh, die jedoch ebenfalls sehr zeitaufwendig sind. Forscher der Rice University in Houston, Texas haben nun ein neues Verfahren entwickelt, durch dass das Arsen aus dem Trinkwasser gefiltert werden kann. Das Arsen wird dabei mit Eisenoxiden verbunden und dann mittels eines Elektromagnets aus dem Wasser gezogen. Da sich dieser Prozess im Nanobereich abspielt, sind die Kosten für eine weitläufige Anwendung zu enorm. Vor allem die Herstellung von Nanopartikel ist sehr kostenintensiv. "Wir versuchen deshalb gerade, eine Methode zu entwickeln, bei der Bestandteile und Ausrüstungen verwendet werden können, die auch für ärmere Länder leistbar sind", erklärte Viki Colvin von der Rice University.

Victoria Danek | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.who.int
http://www.rice.edu

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