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Stromwechsel leicht gemacht: geringer Aufwand, hoher Umweltnutzen, moderate Kosten

10.11.2006
EcoTopTen-Marktübersicht zu Ökostromangeboten aktualisiert

Jüngste Klimastudien des UN-Klimasekretariats und des ehemaligen Weltbank-Chefökonomen Nicholas Stern sind alarmierend. Der Ausstoß von Treibhausgasen in den Industrieländern hat ungeachtet der Klimaschutzziele von Kyoto erneut zugenommen und durch die Erwärmung der Erdatmosphäre drohen der Weltgemeinschaft massive wirtschaftliche Schäden.

Wer einen effizienten Beitrag dazu leisten möchte, die Treibhausgas-Emissionen zu verringern, kann dies bequem und ohne hohen Aufwand mit dem Wechsel zu einem Ökostromanbieter tun. Welche Ökostromangebote dazu beitragen, dass die Stromproduktion in Europa tatsächlich umweltfreundlicher wird, zeigt das Öko-Institut jetzt in seiner aktualisierten EcoTopTen-Marktübersicht unter http://www.ecotopten.de/prod_strom_prod.php.

Vier bundesweite und rund 90 regional beziehungsweise lokal verfügbare Ökostromangebote erfüllen die anspruchsvollen EcoTopTen-Kriterien. Sie tragen dazu bei, dass der Anteil an Strom aus erneuerbaren Energiequellen - Wind, Wasser, Sonne, Biomasse, Geothermie - und aus effizienten Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen am gesamten Strommix weiter zunimmt und der Bau neuer umweltfreundlicher Kraftwerke über die staatliche Förderung - insbesondere über das Erneuerbare-Energien-Gesetz EEG - hinaus unterstützt wird. Und das bei moderaten Kosten: Um bei EcoTopTen empfohlen zu werden, dürfen die Ökostromangebote maximal 20 Prozent teurer sein als der Durchschnittspreis für konventionellen Strom. Die Übersicht des Öko-Instituts zeigt: Das Vorurteil, grüner Strom sei generell viel zu teuer, ist überholt.

Bei EcoTopTen finden Verbraucher für jedes empfohlene Stromangebot die jährlichen Gesamtkosten aufgelistet. Diese beinhalten den monatlichen Grundpreis und die Kosten für den durchschnittlichen Jahresstromverbrauch, berechnet jeweils für einen Ein-, Zwei-, Drei- oder Vier-Personen-Haushalt. Dabei wird deutlich: Die Mehrkosten liegen beispielsweise für einen Ein-Personen-Haushalt im Regelfall bei rund zwei Euro im Monat, das entspricht gerade einmal dem Preis für einen Cappuccino. In einigen Fällen schneiden die von EcoTopTen empfohlenen Ökostromangebote preislich sogar besser ab als konventioneller Strom vom örtlichen Versorger. "Gerade in einer Hochpreisregion wie im Südwesten kann man bei einem Wechsel zu einem EcoTopTen-Stromanbieter am Ende sogar noch etwas herausbekommen", sagt Martin Möller, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsbereich Produkte & Stoffströme am Öko-Institut. Und das gute Gefühl, einen aktiven Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz geleistet zu haben, gibt es gratis dazu. "Für Verbraucher gibt es kaum eine andere vergleichbare Maßnahme, mit der man ohne Komfortverlust so einfach, so wirkungsvoll und so ökoeffizient die Umwelt entlasten kann", erklärt Möller.

Die ökologischen Anforderungen für Ökostromangebote, die von EcoTopTen empfohlen werden, sind scharf gesetzt und können im Internet unter http://www.ecotopten.de/download/EcoTopTen_Kriterien_Strom.pdf nachgelesen werden. Die Einhaltung der Kriterien wird garantiert, wenn das Stromangebot mit dem ok-power-Label oder dem Grüner Strom Label in Gold bzw. Silber zertifiziert ist. Liegt keines dieser Label vor, muss die Erfüllung der ökologischen EcoTopTen-Mindestkriterien durch einen unabhängigen und fachkundigen Gutachter geprüft und bestätigt werden.

Die vollständige Marktübersicht, Tipps und weitere Informationen rund um das Thema "Strom beziehen" lesen Sie im Internet unter http://www.ecotopten.de/produktfeld_strom.php, weitere interessante Downloads finden Sie unter http://www.ecotopten.de/download.php.

EcoTopTen ist eine groß angelegte Initiative für nachhaltigen Konsum und Produktinnovationen im Massenmarkt, die das Öko-Institut initiiert hat. In regelmäßigen Abständen empfehlen die WissenschaftlerInnen eine Auswahl an hochwertigen so genannten EcoTopTen-Produkten, die ein angemessenes Preis-Leistungsverhältnis haben und aus Umweltsicht allesamt Spitzenprodukte sind. Typische Produkte, die die EcoTopTen-Kriterien nicht erfüllen, werden zum Vergleich vorgestellt. Damit können EcoTopTen-Marktübersichten die Kaufentscheidung für rundum gute Produkte erleichtern. Sie finden sie im Internet auf http://www.ecotopten.de unter der Rubrik "Produktempfehlungen".

Das EcoTopTen-Forschungsprojekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert, die EcoTopTen-Kampagne vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und der Stiftung Zukunftserbe. Medienpartner ist das Monatsmagazin "natur&kosmos". Wollen Sie regelmäßig über EcoTopTen informiert werden? Abonnieren Sie den EcoTopTen-Newsletter und senden Sie eine E-Mail an anmeldung@ecotopten.de.

AnsprechpartnerInnen:

Kathrin Graulich
Projektleiterin EcoTopTen im Forschungsbereich Produkte & Stoffströme, Öko-Institut e.V., Geschäftsstelle Freiburg, Telefon 0761/45 295-51, E-Mail: k.graulich@oeko.de
Martin Möller
wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsbereich Produkte & Stoffströme, Öko-Institut e.V., Geschäftsstelle Freiburg, Telefon 0761/45 295-56, E-Mail: m.moeller@oeko.de
eco@work - Nachhaltig gut!
Interesse am neuen E-Paper aus dem Öko-Institut e.V.? Abo unter http://www.oeko.de/epaper

Christiane Rathmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.ecotopten.de
http://www.ecotopten.de/prod_strom_prod.php

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