Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Pilotprojekt zur grenzüberschreitenden Strategischen Umweltprüfung

12.10.2006
Mit dem Einsatz der Strategischen Umweltprüfung (SUP) für die Regionalplanung beschäftigte sich jetzt eine Konferenz des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung e. V. (IÖR), die gemeinsam mit dem Regionalen Planungsverband Oberlausitz-Niederschlesien und dem Lehrstuhl Umweltplanung der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus ausgerichtet wurde.

Die europäische Richtlinie zur Strategischen Umweltprüfung von 2001 (2001/42/EG) schreibt erstmals vor, dass bei Plänen und Programmen (wie z. B. Verkehrs- oder Flächennutzungsplänen) auch erhebliche Umweltauswirkungen auf benachbarte Mitgliedstaaten der EU geprüft werden müssen. Von solchen grenzüberschreitenden Umweltauswirkungen ist Deutschland mit seinen insgesamt neun Nachbarstaaten ganz besonders betroffen.

Wissenschaftler des IÖR, der regionale Planungsverband Oberlausitz-Niederschlesien und der Lehrstuhl Umweltplanung der BTU Cottbus beschäftigen sich daher seit zwei Jahren in einem Forschungsprojekt mit der Entwicklung eines transnationalen Prüf- und Verfahrenskonzeptes für Sachsen, Polen und Tschechien. Am Beispiel der östlichsten Planungsregion Sachsens, Oberlausitz-Niederschlesien, wurden im Rahmen des Projektes Prüfmethoden und Beteiligungsverfahren für die grenzüberschreitende SUP entwickelt und erprobt. Diese Region eignete sich für das Projekt ganz besonders, da sie an zwei polnische Regionen (Wojewodschaften) sowie zwei tschechische Regionen (Krajs) angrenzt, welche im Rahmen der SUP für die sächsische Projektregion beteiligt werden müssen.

Das mit EU-Mitteln geförderte Projekt hat in Europa Pilotcharakter. Dementsprechend hoch war auch das Interesse an der Konferenz, auf der die Projektergebnisse vorgestellt wurden. Unter den Teilnehmern aus Tschechien, Polen und Deutschland waren auch Vertreter des Umweltbundesamtes sowie des Sächsischen Innenministeriums. "Ich hoffe, dass auf Grundlage der Ergebnisse und der im Projekt geknüpften Kontakte die weitere Implementierung der grenzüberschreitenden SUP zwischen Sachsen, Polen und Tschechien gut gelingt", sagte Dipl.-Ing. Lars Stratmann, Wissenschaftler am IÖR. Künftig solle die SUP ein hohes Umweltschutzniveau in der Regionalplanung sicherstellen.

Der Abschlussbericht zum IÖR-Projekt "Strategische Umweltprüfung (SUP) für die Regionalplanung - Entwicklung eines transnationalen Prüf- und Verfahrenskonzeptes für Sachsen, Polen und Tschechien" ist ab Anfang November beim IÖR erhältlich. Die Beiträge der Konferenz stehen des Weiteren im Internet auf der Projekthomepage unter http://www.ioer.de/ioer_projekte/p_165.htm zum Download bereit.

Anja Petkov | idw
Weitere Informationen:
http://www.ioer.de
http://www.ioer.de/ioer_projekte/p_165.htm

Weitere Berichte zu: IÖR Regionalplanung SUP Strategisch Umweltprüfung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Wasserqualität von Flüssen: Zusätzliche Reinigungsstufen in Kläranlagen lohnen sich
24.05.2017 | Eberhard Karls Universität Tübingen

nachricht Eisenmangel hemmt marine Mikroorganismen
19.05.2017 | GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften