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Senkung des atmosphärischen CO2

27.09.2006
Eine italienische Forschungsgruppe hat untersucht, inwieweit mikroporöse Materialien, die als Feldspate bekannt sind, Kohlenstoff aus der Atmosphäre lösen können.

Bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe werden enorme Mengen CO2 in die Atmosphäre abgegeben, was aus ökologischer Sicht zunehmend Kopfzerbrechen bereitet. Um dieses Problem anzugehen, haben sich zahlreiche wissenschaftliche Forscherteams mit der Entwicklung von Verfahren zur dauerhaften Bindung und Speicherung von CO2 beschäftigt. Zu den gebräuchlichen Methoden gehören diejenigen, bei denen die Karbonisierung von Magnesiumsilikaten verstärkt wird und mit superkritischem CO2 angereicherte Flüssigkeiten in die jeweiligen geologischen Schichten injiziert werden.

Die Erkenntnisse einer akademischen Forschungsgruppe aus Italien lassen jetzt allerdings vermuten, dass Feldspate als alternatives Mittel zur Absonderung von CO2 genutzt werden können. Bei Feldspaten handelt es sich um mikroporöse Materialien, die durch verschiedene strukturelle Hohlräume und Kanäle charakterisiert sind, in denen sich Kationen und Anionen angereichert haben. In-situ-FTIR-Hochtemperaturexperimente (Fourier-Transformations-Infrarot-Spektroskopie) haben gezeigt, das sich die verschiedenen Stoffe deutlich in ihrem Temperaturverhalten in Bezug auf flüchtige Bestandteile unterscheiden.

Da Feldspate außerdem von Natur aus in verschiedenen Regionen der Welt vorkommen, können sie als alternatives Verfahren zur Speicherung von CO2 in Übereinstimmung mit den Anforderungen des Kyoto-Protokolls genutzt werden. Die neue Methode ist außerdem weniger kostenintensiv und zeitaufwändig als bisherige Verfahren. Die Forschungsgruppe stellt ihr Wissen Unternehmen oder Entwicklungszentren zur Verfügung, die an der ökologischen Untersuchung oder Herstellung neuer Materialien einschließlich der Schadstoffkontrolle arbeiten.

Stefania Giuffrida | ctm
Weitere Informationen:
http://www.cnr.it

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