Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ozonschicht erholt sich langsam

15.09.2006
Tag der Ozonschicht am 16. September

Die Ozonschicht der Erde erholt sich allmählich, weil weltweit immer weniger für die Ozonschicht schädliche Stoffe verwendet werden. "Das ist der Erfolg einer beispiellosen internationalen Zusammenarbeit", sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel aus Anlaß des "Internationalen Tags der Ozonschicht" am kommenden Samstag (16. September). Dieses Datum ist der Jahrestag der Unterzeichnung des Montrealer Protokolls, das den Grundstein für die Rettung der lebenserhaltenden stratosphärischen Ozonschicht gelegt hat.

Am 16. September 1987 wurde das Montrealer Protokoll von zunächst 24 Staaten gezeichnet. Mittlerweile ist das Abkommen von 189 Staaten ratifiziert worden und wirkt weltweit. In der Umsetzung des Protokolls haben die Industrieländer den Verbrauch der für die Ozonschicht schädlichen Stoffe wie FCKW und Halone um 99 Prozent und die Entwicklungsländer ihren Verbrauch um 60 Prozent reduziert. "Deutschland hat hierbei eine international viel beachtete Führungsrolle wahrgenommen", betonte Gabriel.

Die Ozonschicht schützt das Leben auf der Erde vor der schädlichen ultravioletten Sonnenstrahlung. Eine Ausdünnung der Ozonschicht führt unter anderem zu einer Zunahme von Hautkrebs. "Wir dürfen uns nicht auf dem bisher Erzielten ausruhen, denn die Forschungsergebnisse der jüngsten Zeit zeigen, dass die Ozonschicht noch immer sehr verwundbar ist", mahnte Gabriel. Es ist deshalb beispielsweise erforderlich, sowohl den Zeitplan für den Ausstieg aus dem Bodenbegasungsmittel Methylbromid als auch aus den teilhalogenierten FCKW in den Entwicklungsländern zu beschleunigen, so der Bundesumweltminister weiter.

... mehr zu:
»FCKW »Montrealer »Ozonschicht »Verbrauch

Gefahr droht der Ozonschicht auch durch die zunehmende Erderwärmung, denn sie verstärkt die schädliche Wirkung der in der Vergangenheit emittierten und nun in der Stratosphäre angelangten Stoffe. Dieser Effekt zeigt sich insbesondere in der nördlichen Halbkugel, wo in den letzten Jahren sogar eine starke Zunahme des Ozonabbaus zu beobachten ist. "Einmal mehr zeigt sich, dass wir globale Umweltprobleme nicht isoliert voneinander betrachten dürfen. Und das ist noch ein Argument mehr für einen konsequenten Klimaschutz", so Gabriel.

Michael Schroeren | BMU-Pressereferat
Weitere Informationen:
http://www.bmu.de

Weitere Berichte zu: FCKW Montrealer Ozonschicht Verbrauch

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Wie Brände die Tundra langfristig verändern
12.12.2017 | Gesellschaft für Ökologie e.V.

nachricht Mit Drohnen Wildschweinschäden schätzen
12.12.2017 | Gesellschaft für Ökologie e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Neue Wirkstoffe aus dem Baukasten: Design und biotechnologische Produktion neuer Peptid-Wirkstoffe

13.12.2017 | Biowissenschaften Chemie

Analyse komplexer Biosysteme mittels High-Performance-Computing

13.12.2017 | Informationstechnologie