Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Harmonisierung der europäischen Aerosoldaten

10.08.2006
Eine umfassende Aerosoldatenbank deckt fast ganz Europa ab und ist für Anbieter und Benutzer direkt über das Internet zugänglich.

Die hohe Variabilität von Aerosolpartikeln in der Atmosphäre ist der Hauptgrund für die große Ungewissheit bei den Details ihrer physischen und chemischen Parameter. Gleichzeitig werden die Aerosolmessungen meist durch einzelne Organisationen und Laboratorien durchgeführt, deren gewonnene Daten einer breiteren Forschungsgemeinschaft möglicherweise nicht schnell und direkt zugänglich sind.

Deshalb diente das CREATE-Projekt dem Aufbau, der Nutzung und der Vermittlung einer europäischen Aerosoldatenbank, durch die der Gemeinschaft direkt zugängliche, koordinierte Daten zur Verfügung stehen. Zu diesen Daten gehören verschiedene Eigenschaften der Aerosole wie die zahlenmäßige Konzentration, Größenverteilung sowie Aerosol- und Strahlungsparameter wie beispielsweise Lichtstreuungs- und -absorptionsgrad, Teilchenmasse und chemische Zusammensetzung.

Gemäß einer Vereinbarung mit dem Norwegischen Institut für Luftforschung (NILU) wird diese Datenbank im Rahmen des Koordinationszentrums für Chemikalien (CCC - Chemical Coordinating Centre) des Europäischen Überwachungs- und Bewertungsprogramms (EMEP - European Monitoring and Evaluation Programme) betreut. Aerosoldaten können durch das standardgemäße NASA-AMES 1001-Format von zehn Atmosphärenforschungsstationen übermittelt werden. Meist werden die Werte der Aerosoldaten über einen Zeitraum von 3 bis fünf Jahren - zwischen 1995 und 2003 - stündlich übermittelt.

Eine wichtige Forschungsorganisation, die diese Strategie unterstützen soll, ist das Gemeinsame Forschungszentrum (JRC - Joint Research Centre) in Ispra. Dieses betreut das Weltdatenzentrum für Aerosole (WDCA - World Data Centre for Aerosols) der World Meteorological Organisation - Global Atmosphere Watch (WMO-GAW). Durch eine formelle Kooperationsvereinbarung zwischen NILU und JRC brauchen die aktuellen und zukünftigen Aerosoldaten lediglich an die EMEP-CCC-Datenbank übermittelt zu werden.

Die internetbasierte Datenbank ermöglicht eine harmonisierte Archivierung von Aerosoldaten auf europäischer Ebene sowie die Einschränkung von doppelten Informationsangaben und des Aufwands von Anbietern und Nutzern. Die präsentierten Daten können Nutzer wie Wissenschaftler und Entscheidungsträger beim Vergleich mit modellierten Prognosen zu Graden der Luftqualität und beim Treffen von vorausschauenden Einschätzungen über die Auswirkungen der Strahlung unterstützen.

Um die Ergebnisse aus der Datenbank weitervermitteln zu können, sind Vertrautheit mit Datenbanksystemen, Kenntnisse der Aerosoleigenschaften und ausreichendes Wissen zu möglichen Anwendungsgebieten dieser Daten erforderlich. Um einen benutzerfreundlichen Zugriff auf die Datenbank zu erhalten, klicken Sie bitte hier: http://www.nilu.no/projects/ccc/create/database.htm

Kjetil Torseth | ctm
Weitere Informationen:
http://www.nilu.no
http://www.nilu.no/projects/ccc/create/database.htm

Weitere Berichte zu: Aerosol Aerosoldaten Aerosoldatenbank Centre

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Das Schweigen der Hummeln
15.11.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Nachhaltige Wasseraufbereitung löst Algenprobleme
26.10.2017 | SCHOTT AG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Tagung widmet sich dem Thema Autonomes Fahren

21.11.2017 | Veranstaltungen

Neues Elektro-Forschungsfahrzeug am Institut für Mikroelektronische Systeme

21.11.2017 | Veranstaltungen

Raumfahrtkolloquium: Technologien für die Raumfahrt von morgen

21.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Wasserkühlung für die Erdkruste - Meerwasser dringt deutlich tiefer ein

21.11.2017 | Geowissenschaften

Eine Nano-Uhr mit präzisen Zeigern

21.11.2017 | Physik Astronomie

Zentraler Schalter

21.11.2017 | Biowissenschaften Chemie