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Neue Fortschritte im Agrarumweltmanagement

10.08.2006
Die Nutzung abgegrasten Weidelandes könnte sich sowohl für die Pflanzenvielfalt als auch für die Landwirtschaft als förderlich erweisen. Die Verwertung von verfügbaren Informationen, die sich aus derzeitigen Verfahren ableiten, könnte die Bewertung von Risiken erleichtern und die Formulierung von Taktiken hinsichtlich des Umweltmanagements unterstützen.

Bei einem Versuch, die landwirtschaftlichen bzw. ökologischen Ressourcen zu verbessern, wurden gemeinsame Anstrengungen im Hinblick auf die Entwicklung neuer, innovativer Ansätze unternommen, die sich sowohl für die Landwirtschaft als auch für die Umwelt als förderlich erweisen.

Mit dem Ziel, das Agrarumweltmanagement zu fördern, wurden die Verfahren aufgezeigt, die hinsichtlich des Nutzens der Artenvielfalt auf abgegrastem Weideland angewandt werden. Systematische Untersuchungen zu den Pflanzenarten zeigten, dass auf den Weidelandflächen keine Veränderungen, abgesehen von denen, die ausgewählten Weiden zugeordnet worden waren, beobachtet werden konnten. Ein Vergleich der Zuchten innerhalb derselben Sorte zeigte, dass die Auswirkungen im Hinblick auf die Artenvielfalt gering sind, aber es konnte eine Zunahme der Stückgrößen bei niedrigen Lagerungsgraden festgestellt werden.

Die Kenntnisse, die aus diesen Untersuchungen gewonnen wurden, umfassten Strukturdetails, die die Heterogenität abgegrasten Weidelandes zusammen mit den Auswirkungen von Zucht und Lagerungsgrad auf die Pflanzenvielfalt widerspiegeln. Die maßgeblichen Informationen sind dokumentiert worden. Die Bestrebungen wurden auf die Gestaltung und die Umsetzung der agrarökologischen Schemata in Bezug auf Weideland gerichtet, die einen Nutzen aus ähnlichen Untersuchungen ziehen können.

Die Entwicklung einer auf dem Internet basierenden europäischen Datenbank könnte als Instrument zur strategischen Planung der Nutzung abgegrasten Weidelandes dienen. Somit wäre auch eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit im Interesse der Umwelt möglich. Die Daten verschiedener Länder könnten zur Optimierung derzeitiger und zur Gestaltung neuer Managementmethoden verwendet werden, die die Erhaltung und Erweiterung artenreichen Weidelandes gewährleisten. Die Vorhersagbarkeit landwirtschaftlicher Erträge wird damit ermöglicht. So wird den Bauern und Naturschutzmanagern die Möglichkeit gegeben, Risikoabschätzungen durchzuführen. Dabei werden Prognosemodelle angewandt und umweltpolitische Strategien gefördert.

Die Forscher möchten den geographischen Erfassungsbereich erweitern. Dabei sollen Partner, die in agrarökologischen Sachverhalten und in der Landschaftsökologie sachkundig sind, den gemeinsamen Zielen zum Umweltschutz und zur Landwirtschaft noch mehr Wert verleihen.

Sonia Venerus | ctm
Weitere Informationen:
http://www.saasd.it/

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