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Auf der Suche nach effektiven biologischen Kontrollmitteln

08.08.2006
Eindringende Arten haben negative Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit und Artenvielfalt von Ökosystemen. Die Verwaltung der Herkulesstaude wurde als Modell ausgewählt, um die Entwicklung biologischer Kontrollmittel zu erforschen.

Die Suche nach biologischen Kontrollmitteln zum Erhalt der Artenvielfalt ist in Europa und weltweit eine wichtige Frage. Vor diesem Hintergrund wurde mit der zielgerichteten Forschung begonnen, um ein nachhaltiges Verfahren zur Kontrolle eindringender Arten durch natürliche Feinde zu finden.

Die Herkulesstaude (Heracleum mantegazzianum) gehört zu den eindringenden Arten und ist in Europa weit verbreitet. Wegen ihrer negativen Auswirkungen auf die Artenvielfalt und den Menschen wurde sie als Ziel für die Entwicklung neuer biologischer Kontrollmittel bestimmt. Die Verwaltung eines solchen Unkrauts liefert Erkenntnisse über Mittel zur Entwicklung neuer, sicherer Verfahren zum Nutzen der Umwelt.

Auf der Wissensgrundlage von ökologischen Tests und Untersuchungen der Bereiche von Wirtspflanzen wurde bei der Auswahl möglicher biologischer Kontrollmittel systematisch vorgegangen. Die Ergebnisse belegten, dass die meisten der untersuchten Mittel auszuschließen waren und keines von ihnen für eine künftige Anwendung ausgewählt werden konnte.

Weitere Untersuchungen zur Nutzung klassischer biologischer Kontrollmittel müssen auf eine andere Gruppe abzielen. Die neue Testreihe könnte solche Mittel, die zuvor noch nicht umfassend untersucht wurden, bzw. neue Mittel aus anderen einheimischen Heracleum-Arten umfassen.

Der Mangel selbst an vorläufigen Ergebnissen erschwert es den Wissenschaftlern Gelder einzuwerben, mit denen sie ihre Forschungsziele erreichen können. Unter Berücksichtigung dessen, dass die klassische biologische Kontrolle durch Krankheitserreger ausgeschlossen ist, müssen andere Wege beschritten werden. Es zeigt sich, dass der Suche nach neuen biologischen Kontrollmitteln mittels eines Mykoherbizids und einer anschließenden Risiko-Nutzen-Bewertung eine höhere Priorität eingeräumt werden muss.

Dr. Matthew Cock | ctm
Weitere Informationen:
http://www.cabi.org

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