Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

EcoTopTen: Aktualisierte Marktübersichten

04.08.2006
Größere Auswahl bei Kühl- und Gefriergeräten, neue Modelle bei Energiesparlampen und mehr Telefontarife mit kostenloser virtueller Anrufbeantworter-Funktion

Gerade hat Deutschland den heißesten Monat seit Beginn der Wetteraufzeichnung erlebt. Gleichzeitig liefen die Kühl- und Gefriergeräte auf Hochtouren, um eiskalte Getränke oder andere kühle Erfrischungen zu bieten. Was kaum jemand bedenkt: Rund die Hälfte aller Kühl- und Gefriergeräte in deutschen Haushalten ist älter als zehn Jahre. Sie verbrauchen nicht nur viel Energie, sondern belasten auch die Haushaltskasse. EcoTopTen empfiehlt daher ausschließlich Modelle der Energieeffizienzklasse A++, die bis zu 45 Prozent weniger Energie verbrauchen als die schlechtesten Geräte innerhalb der A-Klasse. Ab sofort lesen Verbraucher die aktualisierte EcoTopTen-Marktübersicht im Internet unter http://www.ecotopten.de/prod_kuehlen_prod.php. Erfreulich: Die Auswahl an besonders umweltfreundlichen und sparsamen Geräten ist gegenüber November 2005 deutlich größer geworden. Ganz neu dabei: Empfehlenswerte Einbaugeräte.

Was kaum jemand weiß: "Bei Kühl- und Gefriergeräten ist eine Auszeichnung mit A schon lange nicht mehr Spitze", erklärt Ina Rüdenauer vom Öko-Institut und warnt, denn seit einiger Zeit bieten sogar Discounter Kühl- und Gefrierschränke der - vermeintlich besten - A-Klasse an, und das zu verlockend günstigen Preisen. "Wegen des wesentlich höheren Energieverbrauchs gegenüber Geräten der Energieeffizienzklasse A+ oder A++ kann sich das später aber mit hohen jährlichen Stromkosten rächen", ist die Erfahrung der Expertin.

Eine Neuanschaffung steht gerade nicht ins Haus? Auch mit geringem finanziellen und zeitlichen Aufwand können Sie Ihre Haushaltskosten und die Umwelt deutlich entlasten, zum Beispiel durch die Nutzung von Energiesparlampen. Aufgrund ihrer langen Lebensdauer und des geringen Stromverbrauchs sind sie nicht nur umweltfreundlich, sondern auch unschlagbar preiswert. Gegenüber konventionellen Glühbirnen, die meist nur Energieeffizienzklasse E besitzen, verbrauchen Energiesparlampen der A-Klasse bis zu 80 Prozent weniger Strom und halten auch erheblich länger. Während Glühlampen oftmals schon nach einem Jahr ausgetauscht werden müssen, leuchten Energiesparlampen je nach Qualität zwischen fünf und fünfzehn Jahren. Trotz der deutlich höheren Anschaffungskosten rentieren sich Energiesparlampen daher meist schon nach einem Jahr. Und auch in Sachen Ästhetik und Lichtqualität haben sich die Dauerbrenner gewaltig verbessert. Welche Energiesparlampen EcoTopTen empfiehlt, lesen Sie im Internet unter http://www.ecotopten.de/prod_lampen_prod.php. In der aktualisierten Marktübersicht sind auch die Ergebnisse eines neuen Qualitätstests der Stiftung Warentest (Heft 1/2006) berücksichtigt.

Ebenfalls mit wenig Aufwand viel erreichen lässt sich mit einem "Anrufbeantworter im Netz". Denn dieser virtuelle Anrufbeantworter, der wie eine Mobilbox beim Handy funktioniert, verbraucht gegenüber einem konventionellen Anrufbeantworter 27-mal weniger Energie und verursacht 66-mal weniger Elektronikschrott.

Während der konventionelle Anrufbeantworter in jedem Haushalt täglich 24 Stunden im Stand-by-Betrieb läuft, werden bei der virtuellen Variante durch ein effizientes, zentrales Rechenzentrum gleichzeitig mehrere 100.000 Anrufbeantworter zur Verfügung gestellt. Erfreulich: Die aktualisierte EcoTopTen-Marktübersicht zu empfehlenswerten Angeboten zeigt, dass immer mehr Telefontarife den "Anrufbeantworter im Netz" bereits in den monatlichen Grundgebühren enthalten, er also keinen Cent zusätzlich kostet. Eine Übersicht über bundesweite Anbieter finden Sie im Internet unter http://www.ecotopten.de/prod_anrufbeantworter_prod.php, regionale Anbieter finden Sie unter: http://www.ecotopten.de/prod_anrufbeantworter_prod_regional.php.

Weitere Marktübersichten, Tipps und zahlreiche Informationen lesen Sie im Internet unter http://www.ecotopten.de, interessante Downloads finden Sie unter http://www.ecotopten.de/download.php.

EcoTopTen ist eine groß angelegte Initiative für nachhaltigen Konsum und Produktinnovationen im Massenmarkt, die das Öko-Institut initiiert hat. In regelmäßigen Abständen empfehlen die WissenschaftlerInnen eine Auswahl an hochwertigen so genannten EcoTopTen-Produkten, die ein angemessenes Preis-Leistungsverhältnis haben und aus Umweltsicht allesamt Spitzenprodukte sind. Typische Produkte, die die EcoTopTen-Kriterien nicht erfüllen, werden zum Vergleich vorgestellt. Damit können EcoTopTen-Marktübersichten die Kaufentscheidung für rundum gute Produkte erleichtern. Sie finden sie im Internet auf www.ecotopten.de unter der Rubrik "Produktempfehlungen". Bis Ende 2006 folgen weitere Marktübersichten, die nächste zu Fahrrädern.

Das EcoTopTen-Forschungsprojekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert, die EcoTopTen-Kampagne vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und der Stiftung Zukunftserbe. Medienpartner ist das Monatsmagazin "natur&kosmos", das kontinuierlich über EcoTopTen und die neuesten Marktübersichten berichtet. Wollen Sie regelmäßig über EcoTopTen informiert werden? Abonnieren Sie den EcoTopTen-Newsletter und senden Sie eine E-Mail an anmeldung@ecotopten.de.

Ansprechpartnerinnen:

Kathrin Graulich
Projektleiterin EcoTopTen im Bereich Produkte & Stoffströme,
Öko-Institut e.V., Geschäftsstelle Freiburg,
Telefon 0761/45 295-51, E-Mail: k.graulich@oeko.de
Für Kühl- und Gefriergeräte:
Ina Rüdenauer, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Produkte & Stoffströme,
Öko-Institut e.V., Geschäftsstelle Freiburg,
Telefon 0761/45 295-38, E-Mail: i.ruedenauer@oeko.de
Für Energiesparlampen und Anrufbeantworter im Netz:
Dr. Dietlinde Quack, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Produkte & Stoffströme,
Öko-Institut e.V., Geschäftsstelle Freiburg,
Telefon 0761/45 295-48, E-Mail: d.quack@oeko.de
eco@work - Nachhaltig gut! Das neue E-Paper aus dem Öko-Institut.
Interesse? Abo unter http://www.oeko.de/epaper

Christiane Rathmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.oeko.de
http://www.ecotopten.de

Weitere Berichte zu: Energiesparlampe Marktübersicht

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Dünenökosysteme modellieren
23.06.2017 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

nachricht Es wird zu bunt im Gillbach: Weitere nichtheimische Buntbarschpopulation in Deutschland nachgewiesen
22.06.2017 | Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften