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Der Schutz der genetischen Vielfalt bei den Tieren Europas

27.07.2006
Der Artenschutz beschränkt sich nicht nur auf seltene Arten in der Wildnis. Das von der Europäischen Kommission finanzierte Projekt diente dem Schutz der Genressourcen von Tieren in mehreren europäischen Ökosystemen, die an landwirtschaftliche Nutzflächen angrenzen.

Das Projekt diente der Zusammenführung mehrerer Ressourcen wie molekularer Untersuchungen zum Schutz der genetischen Ressourcen von Schafen und Gänsen. Abgelegene ländliche Gebiete und einheimische Arten, die vom Aussterben bedroht sind, bildeten dabei den Schwerpunkt. Die Projektpartner beschäftigten sich mit der Benennung spezieller Gebiete, wo ein Eingreifen in Bezug auf wirtschaftliche Ressourcen besonders wichtig und wirksam sein könnte.

Das EPFL in der Schweiz nutze verschiedene Ressourcen und Ansätze zur Identifizierung der Zusammenhänge zwischen diesen verschiedenen Variablen, wie Umwelt-, soziale und wirtschaftliche Faktoren. Das EPFL führte seine Untersuchungen auf verschiedenen Ebenen, vom einzelnen Tier bis zur gesamten Rasse, durch. Auf der Ebene des einzelnen Tiers sollten Muster der genetischen Variation bestimmt werden, um auf spezielle Genpools schließen zu können.

Auf der Ebene der Zuchtbetriebe untersuchten die Wissenschaftler die sozioökonomischen Kenngrößen, um spezielle Modelle der räumlichen Analyse zu erstellen, worin die Zuchtbetriebe mit den genetischen Variationen in Zusammenhang gebracht werden. Auf der Ebene der Arten konzentrierten sich die Anstrengungen auf die Lokalisierung der Rasse bzw. Art und auf die Implementierung von Rasse-basierten Modellen. Weitere Untersuchungen behandelten Gebietsstatistiken, um einen Gesamtüberblick über die genetischen Variationen innerhalb von spezifischen Arten in diesen geografischen Räumen zu erhalten.

... mehr zu:
»Rasse »Ressource »Variation »Zuchtbetriebe

Die aus dem ECONOGENE-Projekt gewonnenen Daten können für eine genaue wirtschaftliche Analyse spezieller ländlicher Räume in Europa verwendet werden. Derartige Analysen wären ein erster Schritt hin zur nachhaltigen Entwicklung dieser Regionen und beim langfristigen Schutz der genetischen Vielfalt von Schaf- und Gänsearten.

Stéphane Joost | ctm
Weitere Informationen:
http://lasig.epfl.ch

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