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Spitzentechnik für die Bewertung von giftigem Abfall

25.07.2006
Für die Entwicklung neuer Instrumente zur Bewertung von Lagerstätten giftiger Abfälle wurde ein integrierter Ansatz mithilfe der aktuellsten Fortschritte bei Sonar-Anwendungen genutzt. Vorläufige Ergebnisse aus Testversuchen belegen die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten des neuen Verfahrens, das kommerziellen Herstellern zur Nutzung bereitsteht.

Die Verwaltung und Risikobewertung für Lagerstätten von giftigen Abfällen ist ein wichtiges Problem, da diese Lagerstätten starke ökologische und ökonomische Auswirkungen auf das Leben im Meer und auf menschliche Tätigkeiten haben. Insbesondere sollten die ozeanographische Messausrüstung und solche Systeme weiterentwickelt werden, die zur Bewertung von giftigen Abfällen in den Bodensedimenten genutzt werden, damit die Daten zuverlässiger sind.

In diesem Rahmen waren die SITAR-Forscher bei der Entwicklung von akustischen Verfahren und Messausrüstungen zur Abbildung kleiner Unterwasserbehälter, die in lockeren Sedimenten lagern, erfolgreich. Speziell wurden Multiple Aspect Scattering- (Mehrfachaspekt-Streuung, MAS) Verfahren entwickelt, um akustische Hochfrequenzmessungen in ein multistatisches System zu integrieren, das ein innovatives Sonarsystem nutzt. Es wurde ein simuliertes Modell von europäischen Umweltbereichen mit einem mittelgroßen Becken und echtem Meeresboden verwendet, um unter kontrollierten Bedingungen die experimentelle Verifikation zu gewährleisten.

Dies ist das erste Mal, dass ein ganzer Datensatz bei solchen Frequenzen gewonnen wird, während vielfältige experimentelle Bedingungen von Kombinationen aus Zielobjekten und Meeresboden genutzt werden. Die Informationen, die diese innovative Sonartechnik liefert, fördern das physikalische Verständnis über die Schall- und Fernerkundung gegenüber dem konventionellen Sonar. Für diese hochmoderne neue Technik wurden spezialisierte Softwareverfahren entwickelt. Dazu gehören die Entfaltungssoftware zur Rekonstruktion der Lage der Zielobjekte sowie der Streuungseigenschaften.

Die direkte Anwendung auf die physikalischen Aspekte der Kartierung des Meeresbodens und auf die akustische Ozeanographie ist ein Hauptvorteil dieses neuen Verfahrens. Die SITAR-Forscher streben eine Vermittlung der gewonnenen Ergebnisse an die Benutzer und Entscheidungsträger zur weiteren Verifizierung und möglichen Zusammenarbeit an. Letztlich besteht das Ziel in der Nutzung des MAS-Verfahrens zur Unterstützung militärischer, ökologischer, geophysikalischer oder wirtschaftlicher Interessen. Zudem kann die entwickelte experimentelle Verfahrensweise als ein Modell für ähnliche Arbeiten in der Feldforschung genutzt werden.

Dr. Philippe Blondel | ctm
Weitere Informationen:
http://www.bath.ac.uk

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