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Der Abbau von Quecksilber in der Atmosphäre

19.07.2006
Die weiterhin zunehmende Intensität des Ausstoßes von Schadstoffen in die Atmosphäre hat zu ernsthaften Problemen bei der nachhaltigen Entwicklung der Umwelt sowie der Lebensqualität und der Gesundheit geführt. Um die Situation der Verteilung und der Auswirkungen von Schadstoffen sorgfältig einschätzen zu können, bedarf es umfassenderer Erkenntnisse über die Abläufe in der Atmosphäre.

Im Rahmen des THALOZ-Projekts wurden die Rolle von reaktiven Halogenen in der Oxidationschemie der Troposphäre, deren Auswirkungen auf das Ozon und den nachfolgenden Auswirkungen des Strahlungsdrucks auf das Klima untersucht. In dieser Arbeit über mehrere Fachbereiche hinweg wurden Satellitenaufnahmen, Laborstudien, Modellentwicklung und -anwendung kombiniert. Somit wurden die gewonnenen Daten auf neue Modelle angewendet, um Veränderungen bei der Atmosphärenzusammensetzung und dem Strahlungsdruck auf das Klima zu prognostizieren.

Insbesondere wurden spezifische Veränderungen der Atmosphärenzusammensetzung bei giftigen Sorten wie Ozon und Quecksilber umfassend untersucht. Quecksilber kommt weltweit in der Umgebungsluft in seiner elementaren Form vor. Demgegenüber belegen die neuartigen, hoch auflösenden Quecksilber-Daten für die Antarktis, dass nach dem polaren Sonnenaufgang der Abbau von Quecksilber einsetzt.

Laut der Projektstudie beeinträchtigen BrO-Radikale und Ozon die Chemie der Grenzschichten während des Abbaus von Quecksilber in der Antarktis im Frühling deutlich. Deshalb können die Oxidierung des elementaren Quecksilbers sowie die nachfolgende Adsorption und Ablagerung der oxidierten Form der Grund für den Quecksilberabbau sein.

Dies ergänzt aktuelle kanadische Untersuchungen zum deutlichen Abbau des gesamten gasförmigen Quecksilbers während der Monate nach dem polaren Sonnenaufgang. Während des kurzen Frühlings, wenn die biologische Aktivität ihr volles Potenzial erreicht hat, ist ein deutlicher Eintrag von Quecksilber aus der Atmosphäre in die polaren Ökosysteme zu beobachten. Dieser bedeutende Aspekt des weltweiten Quecksilberkreislaufs kann schwerwiegende Auswirkungen auf die Umwelt und die öffentliche Gesundheit haben.

Prof. J.P. Burrows | ctm
Weitere Informationen:
http://www.iup.physik.uni-bremen.de/eng/

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