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Weniger Abfälle aus der Müllentsorgung

30.05.2006


Die zunehmende Anfallmenge kann mit herkömmlichen Entsorgungsmethoden nicht mehr bewältigt werden. Daher müssen neue Verfahren für sichere und saubere Entsorgungstechnologien entwickelt werden.



Mit dem Ziel, Lederabfälle effizient und mit nützlichen Nebenprodukten an Stelle giftiger Abfälle zu verwerten, wurde ein Verbrennungsverfahren entwickelt, bei dem das Flüssigbettverfahren und ein neues System der Trockengasreinigung zum Einsatz kommen. Die Nutzung von Leder als Material zur Co-Verbrennung bietet viele Vorteile. Als Biomasseabfall enthält Leder einen hohen Anteil flüchtiger organischer Stoffe, die schnell brennen. Jedoch kann die Verbrennung so schnell ablaufen, dass die Steuerung schwierig ist. Da Leder auch Chrom enthält, müssen die Verbrennungsbedingungen unbedingt kontrolliert werden, um die Bildung des giftigen Ions Cr6+ zu verhindern. Auch der hohe Schwefelanteil im Leder von bis zu 2 % muss berücksichtigt werden. Da bei der Verbrennung von Schwefel umweltschädliche SO2-Gase entstehen, muss eine solche Gasbildung unterbunden werden.



Diese Probleme bei der Lederverbrennung sollten durch den Einsatz des herkömmlichen Flüssigbettverfahrens mit einem neuen Trockenreinigungssystem gelöst werden. Bei der Verbrennung mit einem Flüssigbett wird ein konstanter Luftstrom erzeugt, um Wirbel in einem gemischten Bett aus Brennstoff-, Inertmaterial- und Brennstoffascheteilchen zu erzeugen.

Zur Studie gehörte auch die Bewertung der neuen kombinierten Trockenreinigungssysteme, die die Verbrennung des Kohle-Leder-Gemischs verbessern. Die Ergebnisse zeigen auf, dass mit dem neuen System der Ausstoß von SO2, HCl und Partikeln reduziert wird. Zusätzlich wurden die Möglichkeiten einer Wiederverwertung der Verbrennungsasche untersucht. Diese Asche besitzt einen hohen Chrom-Anteil; die Chromgewinnung daraus würde den Import nach Europa, wo Chrom nicht natürlich vorkommt, einsparen.

Die Co-Verbrennung von Kohle und Biomasse ist ein Gebiet, das viele Vorzüge z.B. für die Energieerzeugung und Verhütung von Verschmutzungen bietet. Die Forschung in diesem Bereich wird fortgeführt; die bisher erzielten Ergebnisse sind sehr ermutigend.

Lourdes Armesto | ctm
Weitere Informationen:
http://www.ciemat.es

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