Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

So wird anspruchsvolle Umweltschutztechnik zum Standard in Europa

22.05.2006


Broschüre gibt Unternehmen und Forschung Tipps zur Vermarktung neuer Techniken



Das Umweltbundesamt (UBA) unterstützt Unternehmen und Forschungsinstitute, ihre neuen Umweltschutztechniken europaweit bekannt zu machen und besser zu vermarkten. Der 22-seitige, kostenlose Wegweiser "Beste verfügbare Techniken (BVT) - Machen Sie Ihre Umwelttechnik zum europäischen Maßstab" des UBA zeigt, was zu tun ist, damit neue Techniken Aufnahme in die so genannten europäischen BVT-Merkblätter finden. Diese Merkblätter beschreiben für viele Industrieanlagen - wie die Metallindustrie und die chemische Industrie - die Umweltanforderungen für die Genehmigung großer Industrieanlagen in Europa. Die Broschüre informiert darüber, welche Anforderungen eine neue Technik erfüllen sollte und welche Daten notwendig sind, damit Unternehmen neue Techniken in die BVT-Merkblätter einbringen können. Angaben über die organisatorischen Abläufe, zu Ansprechpartnern und weiteren Informationsquellen runden die Broschüre ab, die auch unter http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/3036.pdf herunter zu laden ist.



Europäische Fachleute erarbeiten die BVT-Merkblätter auf Grundlage der europäischen Richtlinie zur Integrierten Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung - kurz IVU-Richtlinie. Diese regelt europaweit die Genehmigung besonders umweltrelevanter Industrieanlagen und ist ein wichtiges umweltpolitisches Instrument. Mit der kontinuierlichen Verbesserung der "Besten Verfügbaren Techniken" bringt die IVU-Richtlinie wichtige Innovationen in Europa für eine dauerhaft umweltgerechte Produktion voran.

Die Entwicklung innovativer Techniken schützt die Umwelt und erhält gleichzeitig Arbeitsplätze in den forschenden Unternehmen und Instituten. Dies sichert Unternehmen einen technologischen und wirtschaftlichen Vorsprung. Wichtiges Instrument für Umweltschutz und technische Innovation in Europa ist die IVU-Richtlinie und die Erarbeitung der BVT-Merkblätter im Informationsaustausch zwischen den EU-Mitgliedstaaten, der Industrie und den Umweltverbänden. Die Leitung des Informationsaustausches liegt bei einer Einrichtung der Europäischen Kommission, dem europäischen IVU-Büro im spanischen Sevilla. Deshalb heißt der Informationsaustausch über die "Besten verfügbaren Techniken" auch "Sevilla-Prozess".

Unternehmen, die sich am Sevilla-Prozess beteiligen und Informationen über ihre neuen Techniken für die BVT-Merkblätter zur Verfügung stellen, nutzen aktiv die Chance, ihre Technik bekannt zu machen und nehmen Einfluss auf den europäischen Standard. Durch Aufnahme auch deutscher Techniken in die BVT-Merkblätter bestimmen diese den zukünftigen Stand der Technik in ganz Europa mit.

Grundlage für die Broschüre war ein Forschungsprojekt des UBA, das für mehr als 500 Projekte untersuchte, ob sie in den Sevilla-Prozess einfließen können. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hatte diese 500 Projekte im industriellen Umweltschutz in den vergangenen Jahren gefördert.

Die Broschüre "Beste verfügbare Techniken - Machen Sie Ihre Umwelttechnik zum europäischen Maßstab" umfasst 22 Seiten und steht ab sofort unter http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/3036.pdf zum Download bereit. Eine gedruckte Fassung ist kostenfrei erhältlich beim UBA, Zentraler Antwortdienst, Postfach 1406, 06813 Dessau (Postkarte), E-Mail: info@umweltbundesamt.de.

Frank Hönerbach | idw
Weitere Informationen:
http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/3036.pdf
http://www.umweltbundesamt.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Müll in den Weltmeeren überall präsent: 1220 Arten betroffen
23.03.2017 | Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

nachricht Internationales Netzwerk bündelt experimentelle Forschung in europäischen Gewässern
21.03.2017 | Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise