Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Freiheit für den Rothirsch - zur Zukunft der Rotwildgebiete in Deutschland

16.05.2006


Am 8. und 9. September 2006 veranstaltet die Deutsche Wildtier Stiftung in Berlin ihr drittes Rotwildsymposium. Im Fokus steht die Zukunft der amtlich festgesetzten Rotwildgebiete. Ziel des Symposiums ist es, gemeinsam notwendige Schritte im Bereich der Politik, Wissenschaft und Praxis zu erarbeiten und konkrete Maßnahmen zu entwickeln. Abschließend im Programm findet eine Exkursion ins "Tal der Hirsche" nach Mecklenburg-Vorpommern zur Hirschbrunft statt.



Der Rothirsch lebt in Deutschland in 140 ausgewiesenen Rotwildgebieten. Damit ist sein Lebensraum auf nur noch 15 % seines ursprünglichen Verbreitungsgebietes reduziert: Mit Grenzen, die zum Teil vor über 50 Jahren definiert und ausschließlich unter forstwirtschaftlichen Gesichtspunkten gesetzt wurden. Wildbiologische Aspekte fanden damals keine Berücksichtigung. Der Rothirsch ist weitgehend in die Waldgebiete zurück gedrängt worden und wird durch Abschussregelungen an einem Wechsel zwischen den ausgewiesenen Gebieten gehindert. Für einen ursprünglichen Bewohner offener und halboffener Landschaften mit ausgeprägter Wanderbewegung alles andere, als ein artgerechter Lebensraum.



Die Referenten des Symposiums setzen sich daher mit Rotwildgebieten aus wildbiologischer, rechtlicher, wirtschaftlicher und politischer Sicht auseinander. Ein Blick in europäische Nachbarländer soll helfen, Ängste vor einer Auflösung der Rotwildgebiete abzubauen. Vertreter aus unterschiedlichen Bundesländern, Institutionen und Verbänden referieren über die politische Bedeutung, den gegenwärtigen Stand und über ihre Erfahrungen im Rotwildmanagement.

Die erstmalig im Rahmen des Rotwildwildsymposiums angebotene Exkursion führt in diesem Jahr nach Klepelshagen. Sie bietet die Möglichkeit, vor Ort Einblicke in das Rotwildmanagement des Naturerlebnisprojektes "Wildtierland" der Deutschen Wildtier Stiftung zu erhalten. Beeindruckender Abschluss wird die Führung ins "Tal der Hirsche" zur Hirschbrunft sein.

Die gemeinnützige Deutsche Wildtier Stiftung mit Sitz in Hamburg wurde 1992 von Haymo G. Rethwisch gegründet. Ihr Ziel ist es, einheimische Wildtiere in ihren natürlichen Lebensräumen zu fördern und erlebbar zu machen. Schirmherr der Deutschen Wildtier Stiftung, die zu den bedeutendsten Stiftungen für Natur- und Wildtierschutz in Europa zählt, ist Bundespräsident a.D. Prof. Dr. Roman Herzog.

Sven Holst | idw
Weitere Informationen:
http://www.DeutscheWildtierStiftung.de
http://www.Rothirsch.org

Weitere Berichte zu: Hirschbrunft Lebensraum Rothirsch Rotwildgebiete

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Plastik – nicht nur Müll
26.04.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Paradiese in Gefahr: Bayreuther Studierende forschen auf den Malediven zu Plastikmüll in den Meeren
13.04.2017 | Universität Bayreuth

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

200 Weltneuheiten beim Innovationstag Mittelstand in Berlin

26.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Wie digitale Technik die Patientenversorgung verändert

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Akute Myeloische Leukämie: Ulmer erforschen bisher unbekannten Mechanismus der Blutkrebsentstehung

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Naturkatastrophen kosten Winzer jährlich Milliarden

26.04.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Zusammenhang zwischen Immunsystem, Hirnstruktur und Gedächtnis entdeckt

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie