Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hin zur Online-Überwachung von metallhaltigen Abwässern

09.05.2006


Im Einklang mit den Umweltauflagen wurde eine neuartige Sensortechnik entworfen und entwickelt, die anschließend für die Online-Überwachung von metallhaltigen Abwässern bewertet wurde.



Herkömmliche Verfahren der Abfallbehandlung können ihre Wirksamkeit verlieren, da sie mit den sich (durch Auflagen) ständig verschärfenden Grenzwerten zur Konzentration von Schadstoffen in Industrieabwässern Schritt halten müssen. Deshalb wäre ein neuer, integrierter Ansatz sinnvoller als die Reduktion von Emissionen durch additive Umweltschutzverfahren.



Das MEWAPREV-Projekt befasste sich als Reaktion darauf mit der Entwicklung von Verfahren mit einer Online-Komponente, die zur Vermeidung von metallischen Abfallprodukten in Industrieabwässern dienen. Die Arbeiten während des Projekts umfassten den Einsatz von vollständig gesteuerten Geräten (Lab-on-Chip), zu denen trägergestützte Flüssigmembranen (SLM - Supported Liquid Membranes) und Modifizierte Elektrodialyse (MED) in Kombination mit dreidimensionalen Kathodenzellen gehören.

In diesem Zusammenhang entwarfen die Forscher einen innovativen Isotachophorese-(ITP)-Injektor für Probeinjektionen verschiedenen Umfangs, der zuverlässig und einfach zu benutzen ist. Die Prototypen wurden aus Polymethylmethacrylat (PMMA) hergestellt und mithilfe einer schnellen direkten Mikrozerspanungsmethode gefertigt.

Diese mikroelektronischen Bauelemente wurden auf ihre Eignung für die Online-Überwachung getestet, wobei ein speziell entwickeltes System zur Behandlung von Flüssigkeiten eingesetzt wurde, das automatisch Proben und Elektrolyte fördert. Auf der Grundlage dieser Einschätzungsdaten wurde ein MEWAPREV-Überwachungssystem für die Industrie entwickelt, das bei der Online-Analyse von wässrigen Probeflüssen benutzt werden kann. Das System wird durch eine entsprechend entwickelte Software vollständig gesteuert.

Weiterhin wurden neue Elektrolytsysteme zur Trennung von verschiedenen Metallionenarten wie Ca, Mg, Mn, Cr, Co, Fe, Ni, Zn und Cu entwickelt. Diese Systeme sind zur Vervollkommnung der Analyse von metallhaltigen Abwässern geeignet. Neben den Metallionen in Industrieabwässern kann die Sensortechnik auch zur Analyse anderer Ionenarten aus verschiedenen Bereichen der Industrie genutzt werden.

Der Prototyp befindet sich bereits in einer gemeinsamen Patentanwendung mit Siemens. Es wird nach Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit potenziellen Partnern gesucht, die sich für die Online-Prozesssteuerung interessieren. Weiterhin werden hiermit Partner aus der chemischen Industrie angesprochen, die sich mit der Messung von Ionenkonzentrationen in fließenden wässrigen Substanzen beschäftigen.

Peter R. Fielden | ctm
Weitere Informationen:
http://dias.umist.ac.uk/PRF/index.htm

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Müll in den Weltmeeren überall präsent: 1220 Arten betroffen
23.03.2017 | Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

nachricht Internationales Netzwerk bündelt experimentelle Forschung in europäischen Gewässern
21.03.2017 | Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

Zweites Symposium 4SMARTS zeigt Potenziale aktiver, intelligenter und adaptiver Systeme

27.03.2017 | Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fließender Übergang zwischen Design und Simulation

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Industrial Data Space macht neue Geschäftsmodelle möglich

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Neue Sicherheitstechnik ermöglicht Teamarbeit

27.03.2017 | HANNOVER MESSE