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Die Wiederherstellung natürlicher Lebensräume

22.03.2006


In der Hoffnung, Lebensräume für Pflanzen wiederherstellen zu können, wurden in verschiedenen europäischen Ländern Keimungsexperimente durchgeführt.



Die Handlungen des Menschen in den Bereichen Landwirtschaft, Transportwesen, Erholungsbranche und Ausbreitung der Städte spielten sich auf Kosten der Lebensräume wilder Pflanzen ab, da diese mit rapiden Veränderungen der Landschaft einhergingen. Es wurden sowohl nationale als auch europäische Schutzmaßnahmen unternommen, um die Qualität der Lebensräume wiederherzustellen. Es kommt jedoch auch vor, dass sich diese aufgrund auftretender Verbreitungsprobleme in fragmentierten Lebensräumen als ungeeignet zum Schutz seltener und bedrohter Arten erweisen.



Eine versuchte Methode, Pflanzenbiotope wiederherzustellen, liegt in der Durchführung von Keimungsexperimenten. So kann bestimmt werden, ob die Ansiedelung von Pflanzengattungen auf trockenen, kalkhaltigen Wiesen auf Verbreitungsprobleme zurückzuführen ist. Zur Analyse wurden Samen fünf verschiedener Pflanzengattungen und unterschiedlicher Gewichte ausgewählt. Die Samen jeder Gattung wurden an beiden Extrempunkten und im Zentrum der Verteilung des individuellen Samengewichts untersucht.

Zur Untersuchung der anfänglichen Überlebensfähigkeit wurden sechs Spezies aus fünf verschiedenen Ländern des TRANSPLANT-Konsortiums gesammelt. Es wurden Vergleichsmessungen der Samenkeimungs- und Überlebensfähigkeiten sowie des Nachlassens der Lebensfähigkeit im Laufe der Zeit durchgeführt. Die beteiligten Länder waren Großbritannien, die Niederlande, Deutschland, Schweden und die Tschechische Republik. Die vier ausgewählten Pflanzengattungen waren Tragopogon pratensis, Hypochoeris radicata, Carlina vulgaris und Succisa pratensis. Um ein maximales Ansiedelungspotenzial zu gewährleisten, wurden aus jedem der entsprechenden Länder Samen gesammelt und zur Ansiedelungsanalyse innerhalb des Sammellandes genutzt. Dies trägt dazu bei, Inkompatibilitäten zwischen lokalen Artenanpassungen und Umweltbedingungen auszuschließen. In jedem Land wurden fünf dauerhafte Quadranten und drei leer stehende Standorte ausgewählt, an denen der Samen verbreitet wurde. Die Neuansiedelung wurde direkt nach der Aussaat sowie im nächsten Frühjahr und Sommer geprüft. Bei den leer stehenden Standorten handelte es sich um Wiesengebiete, die anhand ihrer Entfernung von belegten Standorten ausgewählt wurden.

Die Studien wurden durchgeführt, um für die Samen von drei aus acht europäischen Ländern ausgewählten Gattungen von trockenen, kalkhaltigen Wiesen die Keimungsreaktionen in Hinblick auf die Temperatur zu vergleichen. Es konnten Unterschiede in Bezug auf Keimungsgeschwindigkeit sowie Optimum und Spanne der Keimungstemperaturen für Samen unterschiedlicher Herkunft festgestellt werden. Darüber hinaus wurden während der Wachstumsperiode in wöchentlichen Abständen und noch drei Mal danach im Abstand von jeweils fünf Wochen die Werte für Pflanzenhöhe, Länge des längsten Blattes und Anzahl der Blätter erfasst.

Prof. Michael Hutchings | ctm
Weitere Informationen:
http://www.sussex.ac.uk/lifesci/

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