Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"Ackerland in Wildtierhand!" - Deutsche Wildtier Stiftung startet zum Frühlingsanfang neue Kampagne

21.03.2006


Mit Frühlingsbeginn brechen harte Zeiten für Wildtiere in der Agrarlandschaft an. Nicht nur die Umsetzung der aktuellen Finanzbeschlüsse des Europäischen Rates hat verheerende Konsequenzen für den Naturschutz. Inzwischen weisen auch die Signale der Bundesregierung einen eindeutigen Weg. In Deutschland gibt es etwa 17 Millionen Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche, die gleichzeitig wichtiger Lebensraum für Feldhase, Rebhuhn und Feldlerche ist. Ungeachtet dessen gehen Bundesminister Horst Seehofer und seine Länderkollegen auf Sparkurs, zu Lasten einheimischer Wildtiere. Aufgrund dieser einseitigen Agrarpolitik startet die Deutsche Wildtier Stiftung ihre Kampagne "Ackerland in Wildtierhand" - gegen den Ausverkauf des Naturschutzes in der Agrarpolitik.



Prämienzahlungen für freiwillig erbrachte ökologische Leistungen bieten Landwirten einen Anreiz, Blühflächen anzulegen, Hecken zu pflegen, einen wildtierschonenden Zeitpunkt für das Mähen von Grünland zu wählen oder sich an Förderprogrammen für bedrohte Arten zu beteiligen. Aber gerade hier soll gespart werden - ein dramatischer Rückschritt, denn nur durch die Honorierung der Landwirte für Naturschutzleistungen kann die Artenvielfalt der Agrarlandschaft langfristig erhalten werden.



Gravierende Änderungen sind auch bei den "Direktzahlungen" zu erwarten. So soll nach einem aktuellen Bundesratsbeschluss der Sperrzeitraum, der Wildtiere während ihrer Brut- und Aufzuchtszeit auf Stilllegungsflächen schützt, drastisch verkürzt werden. Die finale Entscheidung der Bundesregierung steht im April an. "Damit ignoriert unsere Agrarpolitik die nachhaltigen Appelle führender Naturschutzverbände. Sie spricht ein Todesurteil für abertausende von Wildtieren aus und vernichtet damit einen unschätzbaren ökologischen Wert", so Sven Holst, Geschäftsführer der Deutschen Wildtier Stiftung.

"Ackerland in Wildtierhand!" - Jeder kann die Deutsche Wildtier Stiftung bei ihrer Protestkarten-Aktion an den Bundesminister Horst Seehofer, für wildtierfreundliche Agrarpolitik, unterstützen. Die Karten können bei der Deutschen Wildtier Stiftung unter der Telefonnummer 040 / 73 33 93 31 angefordert oder unter http://www.DeutscheWildtierStiftung.de als E-Card direkt versandt werden.

Die gemeinnützige Deutsche Wildtier Stiftung mit Sitz in Hamburg wurde 1992 von Haymo G. Rethwisch gegründet. Ihr Ziel ist es, einheimische Wildtiere in ihren natürlichen Lebensräumen zu schützen und erlebbar zu machen. Die Deutsche Wildtier Stiftung zählt zu den bedeutendsten Stiftungen für Natur- und Wildtierschutz in Europa.

Sven Holst | idw
Weitere Informationen:
http://www.DeutscheWildtierStiftung.de

Weitere Berichte zu: Agrarpolitik Naturschutz Wildtierhand

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Erste "Rote Liste" gefährdeter Lebensräume in Europa
16.01.2017 | Universität Wien

nachricht Kann das "Greening" grüner werden?
11.01.2017 | Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Im Focus: How gut bacteria can make us ill

HZI researchers decipher infection mechanisms of Yersinia and immune responses of the host

Yersiniae cause severe intestinal infections. Studies using Yersinia pseudotuberculosis as a model organism aim to elucidate the infection mechanisms of these...

Im Focus: Interfacial Superconductivity: Magnetic and superconducting order revealed simultaneously

Researchers from the University of Hamburg in Germany, in collaboration with colleagues from the University of Aarhus in Denmark, have synthesized a new superconducting material by growing a few layers of an antiferromagnetic transition-metal chalcogenide on a bismuth-based topological insulator, both being non-superconducting materials.

While superconductivity and magnetism are generally believed to be mutually exclusive, surprisingly, in this new material, superconducting correlations...

Im Focus: Erforschung von Elementarteilchen in Materialien

Laseranregung von Semimetallen ermöglicht die Erzeugung neuartiger Quasiteilchen in Festkörpersystemen sowie ultraschnelle Schaltung zwischen verschiedenen Zuständen.

Die Untersuchung der Eigenschaften fundamentaler Teilchen in Festkörpersystemen ist ein vielversprechender Ansatz für die Quantenfeldtheorie. Quasiteilchen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

Über intelligente IT-Systeme und große Datenberge

17.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Der erste Blick auf ein einzelnes Protein

18.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Das menschliche Hirn wächst länger und funktionsspezifischer als gedacht

18.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zur Sicherheit: Rettungsautos unterbrechen Radio

18.01.2017 | Verkehr Logistik