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"Felsrippe" soll zum Filetstück des Landschaftsparks Piesberg werden

06.03.2006


Mit ihren 190 Metern ist sie Höhe-Punkt und markante Silhouette der Stadt Osnabrück und des nördlich angrenzenden Landschaftsraums: Die "Felsrippe", ein Relikt des ehemaligen Piesbergmassivs, Überbleibsel des Gesteinsabbaus. Nach den Vorstellungen der Stadt wird diese Rippe allerdings langfristig das Filetstück des Landschafts- und Erholungsparks Piesberg sein. Insbesondere im Rahmen der Planungen zur Bundesgartenschau (BUGA) 2015 soll das Gelände in den nächsten Jahren attraktiver gestaltet werden und dabei auch den landschaftsbildenden Eingriff des Menschen für die Besucher erfahrbar machen. Land Niedersachsen (200.000 Euro) und Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU, 100.000 Euro) unterstützen diese Vorstellungen. DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde: "Der neue Umwelt-Erlebnispfad wird Kinder für industriege-schichtliche und ökologische Aspekte einer nachhaltigen Landschaftsgestaltung sensibilisieren."


Die "Felsrippe", ein Relikt des ehemaligen Piesbergmassivs und Überbleibsel des Gesteinsabbaus, soll nach den Vorstellungen der Stadt Osnabrück langfristig das Filetstück des Landschafts- und Erholungsparks Piesberg werden.



Ziel des Projektes, von dessen Fortgang sich heute Oberbürgermeister Hans-Jürgen Fip, Alexander Burgath vom Niedersächsischen Ministerium für den ländlichen Raum, Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie Brickwedde ein Bild machten, ist es, die Felsrippe an den Umwelt-Rundwanderweg anzuschließen. Hierdurch sollen verschiedene Ein- und Ausblicke in den Piesberg ermöglicht werden. Ein Umwelterlebnispfad für Kinder und Schulklassen ist zudem vorgesehen. An vier Informationsstationen sollen neue "Blickfelder" erschlossen werden, die die Eingriffe des Menschen in die Landschaft und die Natur erlebbar machen. Komplexe Zusammenhänge sollen an den Stationen spielerisch und zum Teil interaktiv zu den Themen Energie, Industrie, Geologie und Natur vermittelt werden.

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Der Umwelterlebnispfad soll in das umweltpädagogische Programm des "Museums Industriekultur" aufgenommen werden, wodurch ein weiterer Ausbau des Umweltinformationsangebotes des Museums im Außenbereich und eine langfristige Nutzung für umweltpädagogische Zwecke sichergestellt werden sollen. Darüber hinaus sollen die Felsrippe und der Umwelterlebnispfad in das Programm der BUGA-Rundfahrten, an dem im letzten Jahr rund 1.200 Besucher teilgenommen haben, als fester Bildungsbaustein aufgenommen werden.

Im Norden Osnabrücks ist in den vergangenen 150 Jahren eine Industriekulturlandschaft entstanden. Steinkohlenbergbau und -industrie haben diesen Teil der Stadt geprägt. Als Beispiel hierfür gelten die geologischen Aufschlüsse im Piesberg, wie z. B. die durch die Steinindustrie freigelegten Kohleflöze, die im 19. Jahrhundert von den Bergleuten unter Tage abgebaut wurden. Heute bietet sich Besuchern dort das Panorama von 300 Millionen Jahren Erdgeschichte. Der Piesberg musste nach Stilllegung des Bergbaubetriebs durch die expandierende Steinindustrie und den damit verbundenen Abbau großer Mengen Carbonkarzit und Sand massive Umwelteingriffe "einstecken". Durch die Schüttung von Halden, die Anlage von Straßen und Teichen und die Nutzung als Mülldeponie kam es zu erheblichen Landschaftsüberformungen.

Brickwedde: "Die Erschließung der Felsrippe stellt dabei eine wichtige Voraussetzung für die Aufnahme neuer Themenschwerpunkte und die gezielte Ansprache von Kindern und Jugendlichen dar. Insgesamt kann das Projekt dazu beitragen, nicht nur den Landschaftsraum Piesberg zu einem extensiven Naherholungsgebiet mit vielen ökologischen und industriehistorischen Aspekten weiterzuentwickeln, sondern das Erleben von Landschaft mit gezielten Umweltinformationsangeboten zu verknüpfen."

Franz-Georg Elpers | DBU-Presseteam
Weitere Informationen:
http://www.dbu.de

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