Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

DB-Umweltbericht 2000: Die Bahn erreicht ihr CO2-Klimaschutzziel vorzeitig

25.10.2001


Erfolge im Klimaschutz und bei der Lärmminderung - Umweltentlastung und Sanierung gehen Hand in Hand

"Die Bahn hat seit 1990 ihre Emissionen des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) trotz gewachsener Verkehrsleistungen um ein Fünftel senken können. Die spezifischen CO2-Emission je Transportleistung konnten im Personenverkehr um 24 % und im Güterverkehr sogar um 33 % gesenkt werden. Das 1994 verkündete Ziel, eine Reduktion von 25 % bis zum Jahr 2005 zu erreichen, konnte somit bereits fünf Jahre vorzeitig erfüllt werden," sagte Dr. Karl-Friedrich Rausch, Vorstand Technik der Deutschen Bahn AG heute in Berlin bei der Vorstellung des DB Umweltberichts 2000.

Der spezifische Energieverbrauch, eine Maßzahl der Umweltverträglichkeit eines Verkehrsmittels, konnte gegenüber 1990 um immerhin etwa ein Siebtel - oder rund 14 % - reduziert werden. "Auch hier sind wir zuversichtlich, unsere selbstgesteckten Ziele, 25 % bis 2005 einzusparen, zu erreichen", sagte der Technikvorstand der Bahn, der die UmweltKompetenz für den DB Konzern hat. "Die Fortschritte im ökologischen Bereich sichern der Bahn dauerhaft den Umweltvorsprung gegenüber anderen Verkehrsträgern."

Nach einer Übersicht des Umweltbundesamtes emittieren im Schnitt die Konkurrenten der Bahn im Personenfernverkehr die dreifache (PKW) beziehungsweise im Güterverkehr die vierfache Menge CO2. Der im Umweltbericht der Bahn mit rund 12 % angegebene Anteil regenerativer Energieträger an der Bahnstromerzeugung bedeutet einen Spitzenplatz für das Schienenunternehmen im industriellen Vergleich.

Rausch sagte: "Die Bahn ist ein hoch wirksames Instrument gegen den Klimakollaps. Schon heute erspart die Bahn der Umwelt jährlich 16,5 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr. Zwei Prozentpunkte Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Schiene ersparen der Atmosphäre im Personen- wie im Güterverkehr jeweils gut eine Millionen Tonnen CO2." Rausch warnte vor Illusionen in der verkehrspolitischen Debatte. Das viel diskutierte Drei-Liter-Auto hat bei den neu zugelassenen PKW in Deutschland in diesem Jahr einen Marktanteil von gerade 0,65 % erreicht. Hier ist die Bahn weit besser: Das modernste Fahrzeug, der ICE 3, verbraucht umgerechnet vollbesetzt nicht mehr als 1 Liter Benzin. Unverständnis äußerte Rausch darüber, dass trotz der ausgewiesenen Umweltverträglichkeit bei der Mineralöl- und Ökobesteuerung die unerlässliche Gleichstellung der Bahn mit den steuerbefreiten Verkehrsträgern Flugzeug und Schiff nicht voran komme.

"Die Bahn betreibt Klimaschutz für und mit ihren Kunden", sagte Rausch und verwies auf die vollständige Ausrüstung der weitgehend neu beschafften Fahrzeugflotte der Bahn mit moderner Umwelttechnik: "Wir besorgen das Energiesparen für unsere Kunden. Hochmoderne, schnelle und begeisternde Fahrzeuge gibt es bei uns serienmäßig mit Energiesparfunktion - etwa mit der Rückspeisetechnik, die Bremsenergie in Antriebsstrom rückverwandelt." Somit könne jeder private und gewerbliche Verkehrsteilnehmer täglich mit der Bahn seine persönliche "Klimabilanz" verbessern.

Der Erhöhung der Auslastung ihrer Personen- und Güterzüge wird die Bahn aus ökonomischen und ökologischen Gründen in den kommenden Jahren noch mehr Aufmerksamkeit schenken. Eine bessere Nutzung wird nicht nur über den künftigen Erfolg des Schienenunternehmens entscheiden, sondern auch den Umweltvorsprung vor den Wettbewerbern sichern. Das neue Preissystem unterstützt diese Ziele ebenso wie angepasste neue Fahrzeugkonzepte und technologische Fortschritte etwa in der Betriebsleittechnik.

Darüber hinaus sorgen Neuerungen an den Fahrzeugen auch in einem anderen umweltsensiblen Bereich für Fortschritte: Künftig sollen alle neu bestellten Güterwagen mit sogenannten lärmmindernden Bremssohlen ausgestattet sein. Mit der Entscheidung hat der DB Vorstand international eine Vorreiterrolle übernommen, diese jahrelang von den DB Technikern vorangetriebenen Entwicklung, die internationaler Standard werden soll, einzuführen. Über 700 neue Wagen sind mit den neuen Bremssohlen bereits bestellt. Sie vermindern die Lärmabstrahlung auf gut gepflegten Gleisen um Rekordwerte von 8 bis 10 dB (A), reduzieren den Lärm also um mehr als die Hälfte.

Der Umweltbericht und weitere Informationen sind im Internet unter www.bahn.de/umwelt abrufbar. Die gedruckte Version kann kostenlos im Bahn-Umwelt-Zentrum, Schicklerstraße 5 - 7, 10179 Berlin angefordert werden.

ots Originaltext: Deutsche Bahn AG
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Pressekontakt:

Christine Geißler-Schild
Sprecherin Technik
Tel.: 0 30/2 97-6 11 68
Fax: 0 30/2 97-6 23 22

Dirk Große-Leege
Konzernsprecher
Tel.: 0 30/2 97-6 11 80
Fax: 0 30/2 97-6 20 86
E-Mail: medienbetreuung@bku.db.de

| ots
Weitere Informationen:
http://www.bahn.de
http://www.bahn.de/umwelt

Weitere Berichte zu: CO2 Güterverkehr Schienenunternehmen Umweltbericht

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Von der Weser bis zur Nordsee: PLAWES erforscht Mikroplastik-Kontaminationen in Ökosystemen
20.09.2017 | Universität Bayreuth

nachricht Der Monsun und die Treibhausgase
18.09.2017 | Forschungszentrum Jülich

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie