Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Datenbank Alternativen zum chemischen Pflanzenschutz ist online

19.12.2005


Erzeuger und Berater können auf Internetseiten der der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft (BBA) alternative Pflanzenschutzmaßnahmen recherchieren. Datenbank wächst mit Wissen der Nutzer



Man kann nicht Alles wissen, man muss nur wissen, wo es steht. Wer sich über Alternativen zum chemischen Pflanzenschutz im integrierten Landbau informieren will, dem steht ab sofort ein neuer Service im Internet zur Verfügung. Unter http://ALPS.BBA.DE findet sich eine Online-Datenbank, mit deren Hilfe Landwirte, Gärtner, Berater aber auch andere Interessierte künftig gezielt nach alternativen Maßnahmen suchen können. Ein Team aus Wissenschaftlern und Informatikern der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft (BBA) hat die neue Datenbank erarbeitet.

... mehr zu:
»ALPS-BBA »BBA »Online »Pflanzenschutz


"Mit der Online Datenbank ALPS- BBA stellen wir umfassende Informationen zu nichtchemischen Pflanzenschutzmaßnahmen zur Verfügung", sagt Dr. Petra Seidel. Die Wissenschaftlerin, die am BBA-Institut für integrierten Pflanzenschutz in Kleinmachnow arbeitet, koordiniert das Projekt. "Indem wir das vorhandene Wissen bündeln, für die Datenbank aufbereiten und öffentlich zugänglich machen, tragen wir mit dazu bei, die Anwendung chemischer Pflanzenschutzmittel zu verringern", erklärt Seidel.

Mit der Datenbank ALPS-BBA kann gezielt nach Kultur- / Schaderregerkombinationen und nach einzelnen Maßnahmen gesucht werden. Dazu müssen die Kultur oder der Schaderreger bekannt sein. Weiterhin ist die Suche nach Begriffen und Schlagworten (Lexikonfunktion) möglich. ALPS-BBA ist ein BUNDOnline-Projekt und erfüllt die Anforderungen der Barrierefreiheit.

Gestartet wurde jetzt mit dem Modul "Winterweizen und phytopathogene Pilze, Schadinsekten und Unkräuter". 2006 werden weitere landwirtschaftliche Hauptkulturen folgen. Die Datenbank wird ständig erweitert und aktualisiert. "Es werden sowohl praktisch bewährte Methoden berücksichtigt als auch solche, die noch erforscht bzw. erprobt werden", sagt Petra Seidel. Bei der Erarbeitung der Datenbank wurden die zukünftigen Nutzer mit einbezogen. Sie konnten die Ansätze bewerten und Kriterien formulieren.

"Unter Einbeziehung dieser Befragungsergebnisse haben wir eine Datenbankstruktur erarbeitet, die nun den Bedürfnissen verschiedener Nutzer gerecht wird", sagt Dr. Seidel. Den Landwirten bietet ALPS-BBA Online schnell aufzurufende, übersichtlich und klar geführte Entscheidungshilfen. Sie erkennen auf einen Blick, ob sie alternativ verfahren können oder chemisch behandeln müssen. Forschungseinrichtungen können in der Datenbank ihre Ergebnisse präsentieren und ggf. Kontakt zu Fachkollegen oder potenziellen Anwendern aufnehmen. Bevor sie ein Forschungsthema bearbeiten können sie alle bekannten Informationen schnell und inklusive der Primärquellen abrufen. So wird eine unnötige Doppelbearbeitung vermieden. Auch für die Gruppe der Berater ist die ALPS-BBA Online Datenbank attraktiv. Durch kombinierte Abfragen können mit ihr Forschungslücken aufgezeigt werden.

Fachlicher Ansprechpartner:
Dr. Petra Seidel
Institut für integrierten Pflanzenschutz der BBA
Stahnsdorfer Damm 81, 14532 Kleinmachnow
Tel.: 033203 / 48-317
E-Mail: p.seidel@bba.de

Stefanie Hahn | idw
Weitere Informationen:
http://ALPS.BBA.DE

Weitere Berichte zu: ALPS-BBA BBA Online Pflanzenschutz

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Erste "Rote Liste" gefährdeter Lebensräume in Europa
16.01.2017 | Universität Wien

nachricht Kann das "Greening" grüner werden?
11.01.2017 | Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Scientists spin artificial silk from whey protein

X-ray study throws light on key process for production

A Swedish-German team of researchers has cleared up a key process for the artificial production of silk. With the help of the intense X-rays from DESY's...

Im Focus: Forscher spinnen künstliche Seide aus Kuhmolke

Ein schwedisch-deutsches Forscherteam hat bei DESY einen zentralen Prozess für die künstliche Produktion von Seide entschlüsselt. Mit Hilfe von intensivem Röntgenlicht konnten die Wissenschaftler beobachten, wie sich kleine Proteinstückchen – sogenannte Fibrillen – zu einem Faden verhaken. Dabei zeigte sich, dass die längsten Proteinfibrillen überraschenderweise als Ausgangsmaterial schlechter geeignet sind als Proteinfibrillen minderer Qualität. Das Team um Dr. Christofer Lendel und Dr. Fredrik Lundell von der Königlich-Technischen Hochschule (KTH) Stockholm stellt seine Ergebnisse in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften vor.

Seide ist ein begehrtes Material mit vielen erstaunlichen Eigenschaften: Sie ist ultraleicht, belastbarer als manches Metall und kann extrem elastisch sein....

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Neuer Algorithmus in der Künstlichen Intelligenz

24.01.2017 | Veranstaltungen

Gehirn und Immunsystem beim Schlaganfall – Neueste Erkenntnisse zur Interaktion zweier Supersysteme

24.01.2017 | Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Interview mit Harald Holzer, Geschäftsführer der vitaliberty GmbH

24.01.2017 | Unternehmensmeldung

MAIUS-1 – erste Experimente mit ultrakalten Atomen im All

24.01.2017 | Physik Astronomie

European XFEL: Forscher können erste Vorschläge für Experimente einreichen

24.01.2017 | Physik Astronomie