Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Signal für den Ressourcenschutz in Europa

20.09.2001



13 Partnerländer verwenden den Grünen Punkt

Hochrangige Vertreter aus den Partnerländern des Grünen Punktes kommen am Donnerstag in Madrid zu einem zweitägigen Kongress der Packaging Recovery Organisation Europe (PRO EUROPE) im Konferenzzentrum von Madrid zusammen. Die Konferenz "Recycling as Part of Daily Life in Europe" findet im Rahmen der Europäischen Recyclingtage 2001 statt. Repräsentanten von Kommission und Parlament der Europäischen Union (EU), Minister, Vertreter europäischer Unternehmen und der PRO EUROPE-Partnerorganisationen sowie Abgesandte von Umweltverbänden gehören zu den Teilnehmern. In verschiedenen Arbeitsgruppen bearbeiten sie Fragen zur Weiterentwicklung der nationalen Recyclingsysteme und neueste Entwicklungen der Branche. Auf der Agenda stehen unter anderem Aspekte wie die Auswirkungen des Recyclings auf die europäische Wirtschaft, die Produzentenverantwortung als künftiges Leitprinzip europäischer Politik oder die Vermeidung von Verpackungsaufkommen.

Wolfram Brück, Vorstandsvorsitzender der Duales System Deutschland AG, würdigte den Kongress in Madrid als bedeutendes Signal für den Umwelt- und Ressourcenschutz in Europa. "Im Zuge der ökonomischen Globalisierung sind auch die Anstrengungen für eine nachhaltige Entwicklung nicht mehr im nationalen Alleingang zu bewältigen. Eine intensive Kommunikation und der Austausch von Know-how sind wichtige Schritte, um Märkte zu vernetzen und Synergien zu nutzen", so Brück.

"Erst vor kurzem haben Ungarn und Schweden den Grünen Punkt eingeführt. Damit etabliert sich der Grüne Punkt immer stärker als einheitliches europäisches Markenzeichen, das mittlerweile in 13 europäischen Ländern existiert", hob er hervor. Die Integration der osteuropäischen EU-Beitrittskandidaten verlaufe im Rahmen von PRO EUROPE bereits sehr erfolgreich. Die Mitglieder von PRO EUROPE, so Brück, seien sich einig darin, dass es heute nicht mehr darum geht, ob man Recycling betreibt, sondern lediglich, wie. "Bei aller Unterschiedlichkeit der Systeme hat sich ein europaweites Recyclingnetz gebildet, das auf der ganzen Welt Schule macht. Inzwischen hat auch eine Vielzahl außereuropäischer Länder, wie Japan oder Kanada, Rücknahme- und Verwertungsverpflichtungen für Verpackungen festgeschrieben. Der Erfahrungsaustausch untereinander sorgt für eine steigende Verwertungsqualität. Der Dialog zwischen den Ländern, die den Grünen Punkt verwenden, wird also künftig intensiviert" so Brück.

Unter dem Dach des Grünen Punktes sind Technologien entwickelt worden, die auch in anderen Ländern auf großes Interesse stoßen. Im Rahmen der Europäischen Recyclingtage 2001 öffnen zahlreiche europäische Sortier- und Verwertungsanlagen am 29./30. September 2001 ihre Türen, um die Verbraucher einen Blick hinter die Kulissen des Verpackungsrecyclings beim Grünen Punkt werfen zu lassen.

PRO EUROPE wurde gegründet, um Handelsbarrieren bei der Umsetzung der Europäischen Verpackungsrichtlinie zu vermeiden. Dazu vergibt die Organisation die Nutzungsrechte der Marke "Der Grüne Punkt" an qualifizierte nationale Systeme. Als Partner von PRO EUROPE verpflichten sie sich, den Grünen Punkt einheitlich zu verwenden. Die Marke "Der Grüne Punkt" auf Verpackungen bedeutet in allen Partnerländern, dass für diese Verpackungen ein Finanzierungsbeitrag an eine nationale Verwertungsgesellschaft für Verpackungen entrichtet wurde.

Dr. Heike Schiffler | ots
Weitere Informationen:
http://www.gruener-punkt.de/

Weitere Berichte zu: Recycling Ressourcenschutz

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Wasserqualität von Flüssen: Zusätzliche Reinigungsstufen in Kläranlagen lohnen sich
24.05.2017 | Eberhard Karls Universität Tübingen

nachricht Eisenmangel hemmt marine Mikroorganismen
19.05.2017 | GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften