Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Aufbau der Fischereiwissenschaften in Papua-Neuguinea: Unterstützung kommt aus Bremen

27.09.2005


Papua-Neuguinea wird mit dem Zentrum für Marine Tropenökologie (ZMT) in der Ausbildung von Fischereiwissenschaftlern kooperieren. Auf Einladung der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) besuchte kürzlich eine Delegation aus dem Inselstaat das ZMT in Bremen, um sich über die Arbeit des Institutes und Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu informieren.


In Papua-Neuguinea sind Meeresressourcen eine der bedeutendsten Lebensgrundlagen der Bevölkerung. Bis zu 500.000 Menschen leben direkt von Meeresfrüchten aus Mangroven, Korallenriffen oder Flussmündungen. Als die größte natürliche Ressource des Landes gilt jedoch der Thunfisch, da das Land eine umfangreiche exklusive Fischereizone von 2,4 Mio. km2 besitzt. Die kommerzielle Hochseefischerei wird derzeit aber vor allem von Schiffen anderer Nationen in Lizenz durchgeführt.

Seit Jahren bemüht sich die Regierung von Papua-Neuguinea darum, den eigenen Fischereisektor auszubauen und die Erlöse zu verbessern. Dass langfristig nur eine schonende Nutzung der Bestände zum Erfolg führen kann, wird erkannt. Dem Land fehlt jedoch das notwendige Know How und Fachpersonal, um entsprechende Programme zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung der Fischereiressourcen durchzuführen.


Bestehende Ausbildungsangebote in Papua-Neuguinea sind hauptsächlich technisch ausgerichtet und sollen nun zu einem Studiengang der Fischereiwissenschaften gebündelt werden. Lehrpersonal für Meeresbiologie und nachhaltiges Management von Ressourcen wird aus Deutschland kommen. Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit koordiniert die GTZ ein dreijähriges Vorhaben, um zu diesen Themen Expertise im Inselstaat aufzubauen.

"Aufgrund seiner fachlichen und regionalen Erfahrung ist das ZMT hierfür besonders geeignet", meint Dr. Uwe Scholz, Koordinator meereskundlicher Vorhaben bei der GTZ. Beide Einrichtungen können auf eine langjährige gute Zusammenarbeit zurückblicken. Derzeit besteht eine Kooperation in Thailand, wo das ZMT im Auftrag der GTZ das Phuket Marine Biological Center hinsichtlich einer Verbesserung der Umweltbedingungen von Korallenriffen unterstützt.

Dr. Susanne Eickhoff | idw
Weitere Informationen:
http://www.rcom-bremen.de/Zentrum_fuer_Marine_Tropenoekologie.html

Weitere Berichte zu: Fischereiwissenschaften GTZ Korallenriff Papua-Neuguinea

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Online-Karten: Schweinswale und Seevögel in Nord- und Ostsee
15.12.2017 | Bundesamt für Naturschutz

nachricht Wie Brände die Tundra langfristig verändern
12.12.2017 | Gesellschaft für Ökologie e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Immunsystem - Blutplättchen können mehr als bislang bekannt

LMU-Mediziner zeigen eine wichtige Funktion von Blutplättchen auf: Sie bewegen sich aktiv und interagieren mit Erregern.

Die aktive Rolle von Blutplättchen bei der Immunabwehr wurde bislang unterschätzt: Sie übernehmen mehr Funktionen als bekannt war. Das zeigt eine Studie von...

Im Focus: First-of-its-kind chemical oscillator offers new level of molecular control

DNA molecules that follow specific instructions could offer more precise molecular control of synthetic chemical systems, a discovery that opens the door for engineers to create molecular machines with new and complex behaviors.

Researchers have created chemical amplifiers and a chemical oscillator using a systematic method that has the potential to embed sophisticated circuit...

Im Focus: Nanostrukturen steuern Wärmetransport: Bayreuther Forscher entdecken Verfahren zur Wärmeregulierung

Der Forschergruppe von Prof. Dr. Markus Retsch an der Universität Bayreuth ist es erstmals gelungen, die von der Temperatur abhängige Wärmeleitfähigkeit mit Hilfe von polymeren Materialien präzise zu steuern. In der Zeitschrift Science Advances werden diese fortschrittlichen, zunächst für Laboruntersuchungen hergestellten Funktionsmaterialien beschrieben. Die hiermit gewonnenen Erkenntnisse sind von großer Relevanz für die Entwicklung neuer Konzepte zur Wärmedämmung.

Von Schmetterlingsflügeln zu neuen Funktionsmaterialien

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Call for Contributions: Tagung „Lehren und Lernen mit digitalen Medien“

15.12.2017 | Veranstaltungen

Die Stadt der Zukunft nachhaltig(er) gestalten: inter 3 stellt Projekte auf Konferenz vor

15.12.2017 | Veranstaltungen

Mit allen Sinnen! - Sensoren im Automobil

14.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weltrekord: Jülicher Forscher simulieren Quantencomputer mit 46 Qubits

15.12.2017 | Informationstechnologie

Wackelpudding mit Gedächtnis – Verlaufsvorhersage für handelsübliche Lacke

15.12.2017 | Verfahrenstechnologie

Forscher vereinfachen Installation und Programmierung von Robotersystemen

15.12.2017 | Energie und Elektrotechnik